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Ein bisschen tut es immer weh, »Gewohntes« aufzugeben und sich an etwas Neues heranzuwagen. Vor allem nach zwanzig gemütlichen Jahren.
Unser Haus von 1893 besticht durch seine vielen kleinen Zimmer. Erst später, um die Jahrhundertwende, wurde hochherrschaftlicher gebaut. Der Wohnbereich war bis vor kurzem in ein Wohn- und ein Esszimmer unterteilt. Verbunden durch eine 1 Meter breite Holzzarge. Es herrschte Wohlfühlatmosphäre und war definitiv auch schön. Im Wohnzimmer nahm ein vor Jahrzehnten nachträglich eingebauter Eckkamin viel Raum ein. Er zog schlecht und wurde kaum benutzt. Immer wieder kam die Frage auf, ob nicht ein Abriss in Frage käme? Dann könnte man auch gleich den Durchgang vergrößern, hätte mehr Platz, mehr Weite und auch einmal die Chance, bei Bedarf den Esstisch zu verlängern? Unsere Familie würde ja schließlich immer größer.
Bis zur Entscheidung, den Umbau zu beauftragen, dauerte es Jahre. Aber nun ist es vollbracht. Kamin, Zarge und Schwelle raus, Durchbruch erweitert, drei Eisenträger eingezogen und anschließend wieder alles verputzt, Boden geflickt und gestrichen. Als wäre nichts gewesen, steht alles wieder an seinem Platz. Ein dänischer Kaminofen von Morsø ersetzt den wuchtigen Eckkamin. Das Feuer ist in Sekundenschnelle entfacht und durch die drei Scheiben wunderbar zu sehen. Ein Traum. Nun müssen nur noch die Dielen nachdunkeln. Spätestens dann wird in Vergessenheit geraten sein, wie es hier früher mal aussah. Schnell gewöhnt man sich an das neue Raumgefühl, die Großzügigkeit, die neu entstandenen Sichtachsen und dass man vom Sofa aus in den Garten schauen kann. Sehr schön&hellip
Eine Leuchte, wie gemacht für das Sixties Home im Chiemgau. Unsere Familie verbringt dort seit Jahrzehnten herrlich erholsame Urlaube inmitten der Natur. Vor einigen Jahren wurde saniert und das Haus hergerichtet. Vorhandene Originalmöbel aus den 1960er Jahren wurden mit neuen Möbeln, Flohmarkt- und Ebayfunden kombiniert. Gerade erst wurde die Terrasse neu gestaltet.
Über Pfingsten waren wir in Bayern. Bei einer Haushaltsauflösung ergatterten wir zwei alte Gartenstühle im Spaghetti-Look. Klappbar, aus Holz und wie passend zum Haus im Sixtiesstil. Als hätten sie schon immer im Vorgarten unter dem Apfelbaum gestanden. Dazwischen platzierten wir einen kleinen Tisch mit einer mobilen Lampe, die wir aus Berlin mitbrachten. Unser erster spontaner Kauf nach der langen Zeit des Shutdowns. Auf der Suche nach einem Geburtstagsgeschenk entdeckten wir sie bei Wohndesign in der Martin-Luther-Straße. Die kleine Leuchte hing dort an einem Seil von der Decke herab. Darunter stand eine andere auf einem Beistelltisch. Wie cool. Die ANI LAMP wäre doch zu schön für Bayern... Nicht lange überlegt, gleich gekauft und ein small business supportet.
Nun leuchtet die von kaschkasch für die nordrhein westfälische Firma blomus entworfene Akku-Lampe mal im Wohnzimmer, mal im Garten – genau dort, wo wir gerade Licht brauchen und es gemütlich haben wollen. Das Design erinnert ein bisschen an die Straßenlampen der Sechziger Jahre, die bis vor kurzem noch die Straßen des Dorfes erhellten. Sie wurden leider gegen moderne (nicht unbedingt schönere) ausgetauscht.
Die ANI LAMP ist eine wahre Verwandlungskünstlerin. Ob auf einem Lampenfuß stehend, hängend an einem mitgelieferten Seil oder umgedreht als Leuchte, deren Lichtkegel nach oben strahlt – drei mal Gemütlichkeit und sehr anpassungsfähig. Durch kurzes Berühren der Ringe auf dem Lampenschirm erstrahlt das LED-Licht in zwei Helligkeitsstufen. Je nach Lichtintensität hält der integrierte Akku 8 bis 16 Stunden. Anschließend wird dieser per USB-Kabel auf einer externen Station aufgeladen.
Die ANI LAMP besteht aus pulverbeschichtetem Aluminium. Es gibt sie in verschiedene Ausführungen und Farben. Wir haben uns für die kleine Lampe in warm gray entschieden. Scho schee&hellip
Seit 2013 gibt es in der Schöneberger Barbarossastraße den Laden J&V Finest Vintage Industrial Furniture. Bei Jools und Vince, den beiden Inhabern, schaue ich nur zu gerne vorbei. Immer wieder dekorieren sie ihren Shop um und stellen neueste Fundstücke aus. Die die beiden »Sachensucher« treiben auf ihren Fahrten durch Berlin und Europa die tollsten Dinge auf und überarbeiten sie (wenn nötig) in der eigenen Werkstatt hinter dem Ladenraum.
Jools und Vince wohnen seit fünf Jahren zusammen in einem Kreuzberger Loft. Ein Paar sind sie schon viel länger. Da beide leidenschaftliche Sammler sind und unglaublich viele Dinge besitzen, muss das Zusammenziehen gut geplant und abgestimmt sein. Vince wohnt seit 1998 in der Kreuzberger Fabriketage. Jools zieht dazu. Eine coole Wohnung mit riesigen Fenstern, hohen Decken, weiß getünchten Backsteinwänden. Große Grünpflanzen trennen Wohnraum und Küche. Auf den meist selbst gebauten Regalen befinden sich kleine und große Kuriositäten aus den vergangenen Lebensjahrzehnten des Paares. Es gibt eine silberne Ente zwischen Gläsern in allen Formen und Größen, gleich daneben einen aufblasbaren Fisch aus den 1970er Jahren, eine Streichholzschachtelsammlung von Jools UND Vince, unzählige Sonnenbrillen und Taschen, alte Leuchtbuchstaben und Küchenborde voller Fläschchen, Dosen und witziger Dinge. An einer Wand hängt ein schwarzer Gorillakopf. Die Totenmaske, ein (nicht 100 % gelungener und somit freigegebener) Abguss des wohl ältesten Gorillas des Allwetterzoos in Münster. Ein Geschenk eines Freundes an Vince. Wow. Und ein kleines bisschen gruselig.
Vince kocht Kaffee in der offenen Loftküche. Selbstverständlich jedes Detail selbst gebaut aus »gefundenen« Materialien, die Schränke verkleidet mit alten DDR-Blechen. Wir sitzen am großen (Billard)Tisch auf Stahlbeinen. Schwer und (fast) unverrückbar. Jools hätte gerne einen anderen. Vince wohnt aber länger dort : ) Dafür stehen und hängen seit Jools Einzug überall Kunstblumen in der gemeinsamen Wohnung. Über dem Tisch leuchtet die gemeinsam entworfene Lampe aus gläsernen Lampenschirmen – einem verstaubten Kellerfund aus Gera.Eine Wand in der gemütlichen Sofaecke hängt voller Bilder und Kunstwerke. Darunter ein großes Gemälde im Goldrahmen, ein Erbstück seiner Mutter, erklärt Vince. Jools und Vince stehen auch privat auf Vintage Industrial Furniture. Im Loft gibt es Fabriklampen in allen Ausführungen, Hocker, Spinde und Stahlregale im finest J&V-Style. Eine Wunderkammer.
Danke für den Kaffee und die vielen Geschichten zu Euren Möbeln und Schätzen, Ihr Lieben!
J&V Finest Vintage Industrial Furniture, Barbarossastraße 61, 10781 Berlin-Schöneberg, Tel: +49 173 600 71 33 (Jools), +49 163 290 78 31 (Vince)Geöffnet Mi – Fr von 12-19 Uhr, Sa von 10-16 Uhr&hellip
Ein perfektes Wochenende... zu Hause. Weder Dublin, Istanbul oder Lissabon können wir zur Zeit bereisen. Marrakesch, Toscana, Apulien oder Südtirol sind unerreichbar. Die geliebten Reiseführer stehen im Regal und wir sitzen auf dem Sofa. Wann es wohl wieder möglich sein wird, die Koffer zu packen?
Bis dahin machen wir es uns zu Hause gemütlich. Träumen von der Ferne. Richten uns auf weitere Wochen mit Fernweh ein.Beim (Distanz)Kaffee mit Nicola Bramigk, Herausgeberin der Smart Traveling App mit mehr als 60 Reiseführern zu den schönsten Zielen der Welt, trösten wir uns gegenseitig. Wie gerne wären wir unterwegs, würden gerne wieder schöne neue Orte, Hotels, Restaurants aufspüren, um sie anschließend unseren Lesern vorzustellen.
Vor Jahren trafen wir uns durch Zufall in Apulien. Beide mit unseren Männern. Auf Recherchtour in Ostuni, wo wir uns die Klinke der alten Holztür des bezaubernd-coolen Turmapartments Torretta Alchimia in die Hand gaben. Große Begeisterung ob des grandiosen Domizils und des zufälligen Treffens. Am Abend verabredeten wir uns spontan zum Essen bei Pasta und Primitivo in einem urigen Restaurant in der Nähe. Dafür fuhren Nicola und ihr Lebensgefährte Markus Dreesen extra noch mal zurück nach Ostuni, obwohl sie schon an einem anderen Ort an der Küste angekommen waren. An diesem Abend sprachen wir viel über das Reisen, über Smart Travelling und die beeindruckenden To do-Listen, die Nicola und ihr Team für jedes Update eines Reiseführers abarbeiten müssen. Bei Nicolas Pensum kann reisen schon richtig anstrengend werden. Die Buchtitel »Ein Wochenende in...« oder »Eine perfekte Woche in...«, herausgegeben von Smart Travelling und der Süddeutschen Zeitung, versprechen Orte, die das Flair der jeweiligen Orte ausmachen. Sorgfältige Recherche, lebendige Fotos und gut geschriebene Texte machen die Reiseführer aus. Wie viel Herzblut und Arbeit (seit 2006) in jedem Titel stecken, erfuhren wir an jenem Abend in Apulien.
Und nun Corona. Wir werden hoffentlich bald wieder reisen können. Vielleicht machen die europäischen Länder ja schon in naher Zukunft ihre Grenzen und die Hoteliers ihre Häuser auf. Es wäre nicht nur schön, sondern lebenswichtig für die Regionen, die Hotelbesitzer, Gastronomen und alle Angestellten in diesen Bereichen.
Während unseres Kaffeedates erzählt mir Nicola von der Smart Travelling App, die es bereits seit fünf Jahren gibt, die nun aber ein neues Feature hat – Rezepte. Vom weltbesten Granola der Botelet Farm (B&B) in Cornwall über Entrecôte des Relais de Venise in Paris bis zum fantastischen Weihnachtsrezept aus der Toscana – Pappardelle al Cinghiale. Von den Reisen mitgebracht und nun für die Nutzer der Smart Travelling App zusammengestellt. Voraussetzung ist jedoch, nach der dem ersten kostenlosen Download eines Online-Reiseführers, einen kostenpflichtigen zu laden. Damit gibt es anschließend Zugriff auf 85 Rezepte. In Auberginenbällchen mit Ziegenkäse, einem Rezept aus Barcelona, könne sie sich reinlegen, schwärmt Nicola und scrollt durch die App, um mir weitere Köstlichkeiten, deren einmalige Herkunftsorte und Unterkünfte zu zeigen. Smart Travelling at Home. Wenn wir schon nicht reisen können, dann lasst uns die Welt nach Hause holen. Kochen und lecker essen hilft in dieser Zeit erheblich, oder?
Nicola Bramigk ist nicht nur hauptberufliche Reisende, Fotografin und Entdeckerin. Als gelernte Designerin hat sie ein Gespür für das Schöne. Sie liebt Mode, Interieur und das Entwickeln immer wieder neuer kreativer Ideen. Brüche mag sie besonders gerne. In ihrer Berliner Villenetage findet man deshalb Designklassiker und Antiques aus Frankreich, sehr dunkle und ganz helle Wände, Kunststoffstühle auf Holzböden und Fabrikleuchten unter Stuckdecken. Ein Paradies für meine Kamera. Inspiration für Euch. Danke, Nicola, für die schönen Einblicke in Dein Tun und Dein Zuhause&hellip
Ein altes Berliner Backsteinhaus mit Erker, Balkon, Veranda und einem großen Garten. Ein Juwel, eine Traumvilla, deren Leerstands-Geschichte (anscheinend) ein gutes Ende nimmt. Es heißt, das Haus sei verkauft. Wer wohl die Glücklichen sind?
Vor zwanzig Jahren zogen die letzten Bewohnerinnen, zwei betagte Damen, aus. Das Leben in einem Haus ohne Zentralheizung wurde für die beiden Schwestern zunehmend zur Last.
Damals sprach mich ein älterer Herr, der im Haus gegenüber wohnte, an. Er sah, wie ich mich am Zaun entlang drückte und fragte, ob ich gerne mal in das nun leere Haus hinein schauen würde. Er hätte einen Schüssel – – – Den Rundgang durch die verlassene, aber fast komplett eingerichtete Villa werde ich nie vergessen. Wie konnten die Frauen hier bis vor wenigen Wochen noch gewohnt haben? Es war kalt, feucht und dunkel, die Einrichtung in die Jahr(hundert)e gekommen. Über dem Gasherd in der Küche bildeten sich bereits kleine Stalaktiten über dem Gasherd. Der integrierte Ofen wurde wahrscheinlich als Heizungsersatz betrieben.
Daran sollte sich bis vor wenigen Jahren nichts ändern. Durch die Erkerfenster konnte man bis dahin einen künstlichen Weihnachtsbaum erspähen. Auf der Veranda standen Möbel und im Garten wurde hin und wieder der Rasen gemäht. Eine Angehörige der Schwestern kümmerte sich noch bis zu ihrem Tod um das Haus, schaute mehrfach im Jahr vorbei. Es hielt sich das Gerücht, die alte Dame wolle an der Vergangenheit festhalten. Alles so lassen, wie es war. Den einsetzenden Verfall des Hauses konnte sie jedoch nicht aufzuhalten.
Im Briefkasten stapelten sich unterdessen Briefe von am Kauf interessierter Passanten. Besonders junge Familien wollten hier zu gerne wohnen. Immer wieder hörte ich von Anstrengungen, die unternommen wurden, den Besitzer ausfindig zu machen. Irgendwie müsse doch an das Haus ranzukommen sein. Es hieß, das Problem sei eine weit in der Welt verstreute Erbengemeinschaft. Vor etwa drei Jahren wurde das Haus aus dem Dornröschenschlaf wachgeküsst. Plötzlich wurde dort geräumt, ein bisschen renoviert und in Stand gesetzt. Dann zog wieder Ruhe ein im Märchenschloss.
Im letzten Herbst drückte ich mich erneut am Zaun der Villa entlang, als ich jemanden auf der Pippi Langstrumpf-Veranda sitzen sah. Es war wieder ein älterer Herr, der mich ansprach und einlud, doch gerne hineinzukommen. Er stellte sich als Makler vor, der dabei war, im Auftrag der Erbenfamilie Besichtigungen und den Verkauf in die Wege zu leiten – – – Schließlich mit Erfolg, wie ich jetzt erfuhr.
Ich durfte damals das beinahe leere Haus fotografieren. Ein letzter Blick ins (vor)letzte Jahrhundert. Spätsommerlicht fiel durch die von einer Glyzinie umrankten Doppelkastenfenster, belichtete die verlassenen Räume. Alte Lampen hingen von der Decke herab. Wer es sich wohl auf der rotkarierten Klappliege gemütlich gemacht hat? Ein (Villen)Traum. Mit gutem Ende.
Zu gerne würde ich hier ans Werk gehen – umbauen, einrichten, den Garten gestalten. Ideen schwirren mir seit zwei Jahrzehnten durch den Kopf&hellip
Support von Herzen | Ostern naht und nahezu alle kleinen und besonders schönen Geschäfte müssen wegen der Coronakrise geschlossen bleiben. Wie gut, dass es die social Mediakanäle gibt, die im Moment so sozial wie noch nie genutzt werden können. Unter dem Hashtag #supportsmallbusinesses hilft die Community einander so gut es geht, postet, verlinkt und empfiehlt.
Kleine Unternehmen und Läden stellen nun vermehrt ihre Produkte auf Instagram vor, um wenigstens ein kleines bisschen am Ostergeschäft teilhaben zu können. Die Lager sind voll und der Laden ist zu. Beim Scrollen durch die schier endlose Instagramwelt stieß ich auf ein Foto, das der Concept Store Feine Dinge Gütersloh dort postete – Osterbunte Salatbestecke der französischen Besteckmanufaktur Sabre Paris. Wie cool! Und die Farben!
Nur wenige Minuten später war meine Bestellung eines Salatbestecks »Old Fashion« in Gartengrün im virtuellen Postkasten des feinen Ladens. Gestern kam bereits das Päckchen an. Liebevoll verpackt und mit lieben Grüßen. Ein Ostergeschenk an mich selbst. Denn ob der Berliner Osterhase Feine Dinge Gütersloh kennt – leider eher nicht. Die beiden Ladeninhaberinnen Cira Bödecker und Sabine Flöttmann betreiben zwar keinen Online-Store, können aber alle feinen Dinge, die auf Instagram zu sehen sind, verschicken. Wer keinen Instagramaccount hat, kann sich auch auf der Webseite umschauen.
Das barocke Salatbesteck aus Acryl ist mein feinster Favorit. Barockes Design modern interpretiert. Schön. Am liebsten hätte ich gerne alle Farben : ) Frohe Ostern, Ihr Lieben&hellip
Support von Herzen | Die Schweizerin Elen Rolih ist eine der mit Sorgfalt kuratierten KünstlerInnen, deren Werke bei Kunst/100 ausgestellt und zum Kauf angeboten werden. Die Online Galerie aus Berlin macht es (gerade in Zeiten geschlossener Galerien, Museen und Ateliers) möglich, sich bequem von zu Hause aus inspirieren zu lassen und für kleines Geld Kunst zu kaufen. Seit heute steht eine »echte Rolih« auf meinem Nachttisch. So schön.
Gründerin Lila Nettsträter und Elisabeth Kostenko lieben Kunst. Als Geschäftsführerinnen kümmern sie sich zusammen um alles, was ihre Online Galerie ausmacht. Immer auf der Suche nach jungen und aufstrebenden Künstlern, kuratieren sie Zeichnungen, Collagen, Risographien, Gemälde oder Drucke, persönlich. Sie kümmern sich um den Transport eines Kunstwerkes vom Atelier des Künstlers zum Lager der Galerie. Sie rahmen, verpacken und verschicken&hellip
Anzeige | Familie, Gäste, Kinder und Erwachsene – Alle sind fasziniert, wenn sie zum ersten Mal unseren neuen Wasserhahn in der Küche vorgeführt bekommen – den Quooker Cube.
Der Quooker (von Quick Cooker) Cube ist ein Wasserhahn, der 100°C kochendes Wasser, gekühltes, gefiltertes sprudelndes und stilles Wasser produziert. Und das in Sekundenschnelle. Eine Sensation. Seit dem Spätsommer haben wir keinen Wasserkocher und keine Pfandflaschen mehr. Dafür den Wasserhahn, der alles kann. Noch nie hat unsere Familie so viel Wasser oder frisch gebrühten Tee getrunken. Dennoch sparen wir Wasser und Energie, da immer nur so viel Wasser entnommen, wie auch wirklich gebraucht wird. Im Wasserkocher bleibt z.B. immer Restwasser zurück. Der Wasserkocher braucht etwa drei Minuten, um kochendes Wasser zu produzieren – der Quooker bringt es (dank eines vakuumisolierten Reservoirs unter der Spüle und 10 Watt/Stunde Energieverbrauch) direkt in die Tasse. Mehr zum Thema Quooker und Energieverbrauch erfahrt Ihr hier.
Der Quooker ist einfach zu betätigen. Drückt man den geriffelten Ring in der Mitte des Wasserhahns zwei Mal nach unten und dreht ihn anschließend nach rechts (Kindersicherung), leuchtet er rot und kochendes Wasser fließt aus dem Hahn. Es zischt ein bisschen, denn das Wasser kommt nicht als Fließstrahl heraus, sondern besteht aus Tröpfchen. So können Verbrennungen vermieden werden. Kommt man mit nur einem Tröpfchen heißen Wassers in Berührung, zieht man schnell zurück.
Ein Mal drücken und sofort nach rechts drehen – Der Ring leuchtet blau und gekühltes (und gefiltertes) Sprudelwasser wird ausgegeben. Wer lieber stilles kaltes Wasser trinkt, drückt den Ring ein Mal, hält einen Moment inne und dreht dann nach rechts. Genial.
Unsere etwas in die Jahre gekommene Küche ist durch den neuen Wasserhahn richtig modern geworden. Eigentlich wollten wir die alte Arbeitsplatte aus Holz durch eine neue, etwas modernere ersetzen und eine neue Spüle kaufen.Unsere Lieblings-Küchenbauer von Station Küche im S-Bahnhof Botanischer Garten, hatten jedoch eine andere Idee. Sie rieten uns, das Holz der Arbeitsplatte noch mal gründlich abzuschleifen (wäre doch schade) und nur die Spüle durch eine Linee S von Blanco zu ersetzen. Aber wie wär's denn mit 'nem Quooker?
Quooker, z.B. bei Station Küche im S-Bahnhof Botanischer Garten, Hortensienstr. 28, 12203 Berlin, Tel: 030 - 287 064 36
Geöffnet: Mo – Fr von 10:00 bis 18:00 Uhr, Samstag 10:00 bis 14:00 Uhr und nach Vereinbarung&hellip
Als Ia Kutateladze vor zwei Jahren von Tiflis nach Berlin zog, entschloss sie sich die junge georgische Produktdesignerin, erst einmal mit Ton und recyceltem Silber (von georgischen Flohmärkten) zu experimentieren. Keine leichte Entscheidung, denn eigentlich liebt Ia alle Materialien. Wären nicht Werkzeuge, Maschinen und vor allem viel Platz nötig, um mit Holz und anderen Werkstoffen zu arbeiten, hätte Ia in Berlin auch gerne Möbel entworfen und gebaut wie in Georgien. Für die Arbeit mit Ton und Silber braucht es außer einer Töpferscheibe und einigen Goldschmiede-Werkzeugen nicht viel. Außerdem lassen sich beide Materialien mit der Hand formen. Perfekt. Ia mietete eine kleine Ladenwohnung in Berlin Prenzlauer Berg, richtete Atelier und Werkstatt ein und kreiert dort seither Keramik- und Schmuckunikate, die sie im Showroom gleich ausstellen und verkaufen kann.
Ias Produkte entstehen intuitiv, spontan aus einem Arbeitsprozess heraus. Formen sind nicht geplant, sondern erlangen ihre Ästhetik durch das Experimentieren und Erforschen der Materialien. &hellip
Willkommen in Berlin, Timorous Beasties! Endlich gibt es einen Showroom des schottischen Designlabels außerhalb Großbritanniens. Die Textildesigner und Firmeninhaber Alistair McAuley und Paul Simmons wählten für ihre »scheuen Biester« und farbgewaltigen Muster auf Tapeten und Stoffen hohe, weiß gestrichene Räume in einem Schöneberger Hinterhof und luden Ende Oktober zur feierlichen Eröffnung.
Alistair McAuley und Paul Simmons lernten sich in der Kunsthochschule in Glasgow kennen und gründeten 1990 gemeinsam das Unternehmen Timorous Beasties. Mit ihren extravaganten Entwürfen und Designs eroberten sie schnell den Markt und statten heute neben Wohnungen und Häusern vor allem Hotels, Restaurants, Läden und öffentliche Räume weltweit aus. Timorous Beasties ist nichts für Langweiler.
Neugier, Mut und Lust auf etwas Neues, nie da Gewesenes, sind die Voraussetzung, sich für die hochwertigen und von Hand bedruckten Stoffe und Tapeten aus Glasgow zu entscheiden. Die Leguane, Motten, Falter, Vögel und anderen scheuen Wesen, die psychedelischen Muster und wilden Farbkleckse auf Wand, Gardinen- und Möbelstoffen bringen Glamour und vor allem Farbe ins Haus. Sie sorgen für den nötigen Twist und setzen der klassischen Vorstellung von Interiorgestaltung gehörig was entgegen. Ob Krabbe oder Hummer auf Geschirrtüchern, Wildbienen auf Lampenschirmen oder Polstermöbel mit Rohrschachmuster – Timorous Beasties interpretiert traditionelle Muster und Herstellungstechniken neu und stellt das klassische Textildesign mit Ironie, Humor und viel Sinn für Details auf den Kopf.
Auf dass die scheuen Biester Berlin erobern! Cheers und viel Erfolg, Alistair McAuley und Paul Simmons!
Timorous Beasties Showroom, Kurfürstenstraße 14, 10785 Berlin, Tel: +49 (0)30 263 922 99 10Geöffnet Mo – Fr von 10.00 bis 18.00 Uhr, Sa + So geschlossen&hellip
Presseaufenthalt | Leonard Cohens sanftraue Stimme erfüllt das Wohnzimmer der alten Villa. Draußen ist es bereits dunkel. Eingesunken in tiefe Sessel, mit Rotweingläsern in der Hand, lassen wir die Grandezza dieses Ortes auf uns wirken. »Waiting for the Miracle« singt Cohen und wir prosten uns zu. Stoßen an auf das Leben, auf Südtirol und die Villa Arnica.
Lange stand das Anwesen in Lana leer. Die verlassene Villa von 1925 und den parkähnlichen Garten kannte jeder im Dorf. Vor Jahrzehnten erbaut und bewohnt von einem Weinhändler, später dann für einige Zeit als Pension genutzt, war es an der Zeit, das Haus aus dem Dornröschenschlaf zu erwecken. Ein Projekt, wie gemacht für die Hoteliersfamilie Dissertori, die auf dem Nachbargrundstück seit den 1980er Jahren das Hotel Schwarzschmied betreibt. Nach der erfolgreichen Verwandlung eines alten Wirtshauses im Dorfkern von Lana in das charmante Boutiquehotel 1477 Reichhalter im letzten Jahr, würde es den Dissertoris mit Sicherheit gelingen, aus der Villa und dem Garten eine dritte Hotelperle zu erschaffen. Die Familie erhielt schließlich den Zuschlag. Dann ging alles sehr schnell. Zusammen mit dem Studio Biquadra wurde ein innenarchitektonisches Konzept für die Villa erstellt, Bauarbeiten veranlasst und innerhalb von einem halben Jahr die Renovierung und Einrichtung durchgeführt. Samt Gartengestaltung und dem Instandsetzen von Pool und dem dazugehörigen Haus von 1967. &hellip
Mit dem Telefon am Ohr und heftig diskutierend, stürmt Helene Stolzenberg auf mich zu, stoppt kurz für eine Umarmung und gibt Zeichen, dass sie gleich bereit sei. Es sind arbeitsreiche Zeiten für Helene, die im April 2019 mit ihrem Nordliebe Store für skandinavisches Design von der Salzburger Straße in die Schöneberger Goltzstraße zog. Dort wurde zufällig einer der schönsten Läden frei und Helene verliebte sich sofort in die Räume, die vor Jahrzehnten eine Metzgerei beherbergten. Über 100 Jahre alte Porzellanfliesen von Villeroy & Boch an den Wänden, groß, hell und tiefe (Schau)Fenster zur Straße – ein kleines Juwel. Inzwischen beschäftigt Helene 20 Mitarbeiter, mit deren Hilfe sie parallel den florierenden Nordliebe-Online-Shop stemmt und im Store in der Goltzstraße täglich bis 20.00 Uhr die Kunden glücklich macht.
Schlaflos sei die letzte Nacht gewesen, erzählt Helene später. Deshalb sähe sie schrecklich aus (sah sie nicht) und würde nicht so gerne fotografiert werden. Nun muss der heutige Artikel ohne eine Foto von Frau Nordliebe auskommen. Allerdings ist Helene eine der aktivsten Ladenbesitzer auf Instagram. In ihren Stories führt sie regelmäßig und höchstselbst durch Laden und Lager, um all' die schönen Dinge anzupreisen, die man online bestellen oder in der Goltzstraße sofort mitnehmen kann. Dort könnt Ihr Euch also ein Bild machen von der quirligen Helene, ihrer Passion für schöne Dinge aus Skandinavien und ihrem rot getigerten Kater, der von den inzwischen fast 25.000 (echten) Followern als heimlicher Nordliebe-Star gefeiert wird.
Der Nordliebe Store hat (fast) alles, was Skandinavien zu den Themen Wohnen, Dekorieren, Spielen, Mode, Bücher und Papeterie zu bieten hat. Für große und kleine Menschen gibt es hier ausgewählte Accessoires, Geschirr, Glaswaren, Teppiche, Kleinmöbel, Körbe und das alles so herrlich hygge (dänisch für gemütlich – DAS Interior-Mode-Wort zur Zeit), dass es eine Freude ist. Schaut mal vorbei. Der Laden ist wirklich ganz besonders und befindet sich genau gegenüber der gerade eröffneten Sironi Bakery. Lässt sich bestens kombinieren. Erst Skandinavien, dann Italien und das alles in Schöneberg. Schön.
Nordliebe, Goltzstraße 18, 10781 Berlin, Tel: +49 (0)30 864 544 51Geöffnet: Mo – Sa von 10.00 bis 20.00 Uhr
PS: Helene wohnt zusammen mit ihrer Tochter in ihrem kleinen Häuschen im Südwesten Berlins. Dort trafen wir uns im letzten Jahr, um Fotos für eine Homestory zu machen. Den Beitrag findet Ihr hier&hellip
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