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»Mich faszinieren die natürlichen Prozesse, die eine Umgebung gestalten«, sagt Anna Badur. »Wie verhält sich Wasser während der Gezeiten? Wie schön sind die Wellen, die im wiederkehrenden Rhythmus an Land gehen?«. Die Natur, das Passierenlassen, als Inspirationsquelle – Porzellandesignerin Anna Badur bringt mit ihren Kollektionen TIDE, EBBE, POOL oder AQUA ihre Liebe zur Natur zum Ausdruck. Auf Porzellanvasen, Bechern, Platten und Schalen scheint es, als würden sanft Wellen angespült, sich Wasser kräuseln oder der Wind die pastelligen Farben ineinander wehen. Sind es die Erinnerungen an Ostfriesland, wo Anna Badur bis zum Beginn ihrer Studienzeit in Braunschweig und Eindhoven aufwuchs&hellip
Zehn Jahre ist es her, dass Designer und Architekt Gisbert Pöppler den leerstehenden Saal eines Hauses in der Wallstraße für kurze Zeit in einen kunstvollen Designort verwandelte. Das Projekt Between Time war eine Hommage an längst vergangene Zeiten, an die Seele des historischen Gebäudes, das kurz vor seiner Sanierung stand. Grandios war die Inszenierung, die zusammen mit der vorhandenen Patina der Räumlichkeiten, wunderschön kuratierten Möbeln, Accessoires, Textilien und (Wand)Farben entstand. Damals entwarf Gisbert Pöppler (zusammen mit Erik Hofstetter ) ein Interieurkonzept aus sorgfältig ausgesuchten, hochwertigen Dingen und Brands.
Heute würde der Kreative an deren Stelle sicher seine eigenen Entwürfe mit einbringen und damit ein fantastisches und farbintensives Gesamtkunstwerk erschaffen. Etwa so, wie es im (vor einem Jahr bezogenen) Showroom in der Karl-Marx-Allee zu bestaunen ist&hellip
Vier Jahre sind seit meinem letzten Besuch bei Valuc15 vergangen. Damals lernte ich Lucas Kuch kennen, der gerade einen neuen Showroom und Laden für Wohndesign und (selbst kreierte) Wandfarben im Erdgeschoss der Gneisenaustraße 57 eröffnet hatte. Zwei Räume, gestrichen in matten Pastelltönen, gefüllt mit schönsten Möbeln, Accessoires und Textilien. In bester Erinnerung blieb mir die Leuchte »Here Comes The Sun« von DCW éditions aus Frankreich, die ich dort das erste Mal sah und vor einer helltürkisen Wand fotografierte.
Im Oktober 2021 zieht Valuc15 ein Haus weiter in die erste Etage des Vorderhauses Nr. 58. Dort betreibt Philipp Hofstetter seit 11 Jahren (s)ein Beauty Department in einer typisch Berliner Altbauwohnung mit wahnsinnig viel Charme, hohen Stuckdecken und zur Straße hin sonnendurchfluteten Räumen. Philipp ist nicht nur als Hairstylist und Make-up Artist über Berlin hinaus bekannt. Auch sein Gespür für Ästhetik und (Interior)Design ist so außergewöhnlich, dass es nur eine Frage der Zeit ist, dass sich die Nachbarn zusammentun um gemeinsam etwas auf die Beine zu stellen. Als die Fläche neben Philipps Beauty Department frei wird, verbinden Philipp und Lucas die Einheiten und gründen das Haus 58. Fortan gibt es hier Wandfarben, wunderbar kuratierte Möbel, Accessoires, qualitativ hochwertige Stoffe wie z.B. von Dedar, Alhambra oder Alessandro Bini und ein stylisches Beauty Department für Hairstyling, Kosmetik, Mode und Lifestyle unter einem Dach. Exklusiv, entspannt und besonders&hellip
Wer schon mal im Traunsteiner Wiggerl 17 war, weiß, wie wunderbar es sich anfühlt, dort den Kaffee aus den feinen weißen Tassen zu trinken – außen Bisquit-Porzellan, innen glasiert und mit einer leichten Rundung im Boden versehen. »Damit der Kaffee perfekt hinein fließen kann«, sagt Boris Rüther, einer der beiden Besitzer des Wiggerl 17. Auch der polierte Tassenrand ist glasiert und liegt angenehm an den Lippen.
Im Südtiroler Miramonti Boutique Hotel oberhalb von Meran, flackert Kerzenschein durch dünnwandige Porzellan-Windlichter. Auffallend schön und von Hand mit dem Miramonti-Logo bemalt – – – Beide Orte gehören zu unseren Lieblingsorten. Gemeinsam haben sie die Leidenschaft für handgemachtes, nachhaltiges und zeitloses Design, hochwertige Materialien und die Liebe zu den Produkten von Feinkeramikerin Angelika Lipp.
Katze Lotti räkelt sich auf dem Kiesweg, der zum Garten führt und leckt sich die Pfoten. Der Tisch ist gedeckt mit weißem Porzellan, welch Überraschung, und duftenden Hyazinthen. Konrad Lipp serviert Kaffee in »Wiggerl-Tassen«. Ein herrlicher Frühlingstag. Wir sind alle frisch getestet und sitzen mit Abstand auf der Terrasse. Angelika Lipp erzählt über den Jahrhunderte alten Weinhuber Hof, das Geburtshaus ihres Mannes Konrad. Drei Generationen leben hier seit zwanzig Jahren zusammen. Seither wird das Anwesen nach und nach saniert und auch zum Lebens- und Arbeitsmittelpunkt von Angelika Lipps kreativen Familie. Ihre Söhne, ausgebildete Metall- und Instrumentenbauer, haben hier ihre Werkstätten, ihr Mann Konrad auch. Er baut, als Ausgleich zu seinem Beruf, grandiose massive Bänke, Hocker und Tische aus Holzstämmen&hellip
In den Schaufenstern spiegelt sich die rosa Fassade der ältesten Kirche Schönebergs in der Hauptstraße wider. Beim Vorbeifahren sehe ich eine in kräftig warmen Blau gestrichene Wand, Vintage Möbel, Lampen, eine hellblaue Innentreppe und das neue Firmenschild an der Hauswand – NEORAUM Mid-Century Möbel. Ein neuer Laden? Da muss ich beim nächsten Mal unbedingt anhalten.
Seit dem 1. September 2020 zeigen Siglinde Tempelhoff (designklassiker berlin) und Frank Groll (icke|store) ihre Möbelschätze und Designklassiker der 1950er und 60er Jahre im gemeinsamen Schöneberger Showroom. Auf zwei Etagen finden Liebhaber dieser Ära Sideboards, Regale, Sofas und Leuchten bekannter Designer und Hersteller, wie z.B. Wilhelm Renz, Erwin Behr, Holger Georg Jensen, Kalmar oder String – auf Auktionen erstanden und in der eigenen Werkstatt (wenn möglich) nach Orignialzeichnungen restauriert.
Vor der blauen Wand im unteren Bereich des Showrooms wirken die Möbel doppelt schön. Die Glasleuchte mit schwarz-weiß gestreiftem Sockel, die fliegenden Schwäne aus Holz (eines australischen Künstlers) und das gerade neu aufgepolsterte Daybed mit seinen eleganten Lehnen – zum Verlieben. Der blaue Glaskrug mit den Trockenblumen würde bei uns auf dem Esstisch sicher auch gut aussehen... Ich konzentriere mich auf das Fotografieren und freue mich still, wieder eine neue Quelle für besondere Möbel und feine Dinge gefunden zu haben. Ich bin sicher, das eine oder andere Stück wird demnächst auf einem Mood Board meiner Kunden landen. Oder in unserem Sixties Home : )
designklassiker berlin & icke|store –> Showroom NEORAUM, Hauptstraße 120, 10827 Berlin, Siglinde Tempelhoff +49 (0)174 580 22 98 & Frank Groll +49 (0)170 506 79 87
Geöffnet Di –Fr von 13.00 bis 19.00 Uhr, Sa von 12.00 bis 18.00 Uhr&hellip
Willkommen in Berlin, Timorous Beasties! Endlich gibt es einen Showroom des schottischen Designlabels außerhalb Großbritanniens. Die Textildesigner und Firmeninhaber Alistair McAuley und Paul Simmons wählten für ihre »scheuen Biester« und farbgewaltigen Muster auf Tapeten und Stoffen hohe, weiß gestrichene Räume in einem Schöneberger Hinterhof und luden Ende Oktober zur feierlichen Eröffnung.
Alistair McAuley und Paul Simmons lernten sich in der Kunsthochschule in Glasgow kennen und gründeten 1990 gemeinsam das Unternehmen Timorous Beasties. Mit ihren extravaganten Entwürfen und Designs eroberten sie schnell den Markt und statten heute neben Wohnungen und Häusern vor allem Hotels, Restaurants, Läden und öffentliche Räume weltweit aus. Timorous Beasties ist nichts für Langweiler.
Neugier, Mut und Lust auf etwas Neues, nie da Gewesenes, sind die Voraussetzung, sich für die hochwertigen und von Hand bedruckten Stoffe und Tapeten aus Glasgow zu entscheiden. Die Leguane, Motten, Falter, Vögel und anderen scheuen Wesen, die psychedelischen Muster und wilden Farbkleckse auf Wand, Gardinen- und Möbelstoffen bringen Glamour und vor allem Farbe ins Haus. Sie sorgen für den nötigen Twist und setzen der klassischen Vorstellung von Interiorgestaltung gehörig was entgegen. Ob Krabbe oder Hummer auf Geschirrtüchern, Wildbienen auf Lampenschirmen oder Polstermöbel mit Rohrschachmuster – Timorous Beasties interpretiert traditionelle Muster und Herstellungstechniken neu und stellt das klassische Textildesign mit Ironie, Humor und viel Sinn für Details auf den Kopf.
Auf dass die scheuen Biester Berlin erobern! Cheers und viel Erfolg, Alistair McAuley und Paul Simmons!
Timorous Beasties Showroom, Kurfürstenstraße 14, 10785 Berlin, Tel: +49 (0)30 263 922 99 10Geöffnet Mo – Fr von 10.00 bis 18.00 Uhr, Sa + So geschlossen&hellip
Was bringt man zu einer Abendeinladung mit, wenn der Gastgeber ein grandioser Florist und obendrein Interior Designer ist? Jemand, der die schönsten Gebinde und Blumensträuße kreiert und dessen Räume, ob im Büro oder zu Hause, immer blumenprächtig geschmückt sind? Diese Frage musste ich mir vor einigen Tagen stellen. In welchem Blumenladen würde ich fündig, welcher Laden hätte ein Geschenk oder Accessoire, das mein Gastgeber noch nicht kennen oder gar besitzen würde? Eine passende Antwort wollte mir nicht einfallen.Schließlich ging ich durch meinen Garten, schnitt Rosen, Astern, Pfaffenhütchen, Hortensien und Kräuter ab, band sie zu einem Strauß und machte mich auf zu Frank Stüve in die Fasanenstraße.
Einer der letzten warmen Sommerabende. Die Hitze des Tages weicht langsam, die Sonne schafft es schon nicht mehr über die Dächer der stattlichen Häuser der Fasanenstraße. Von den Balkonen schallt entspanntes Gelächter hinunter, Gläserklirren, Wortfetzen. Was für eine hochherrschaftliche Straße. Immer wieder denke ich das, wenn ich in diese Ecke Berlins komme. Gründerzeithäuser, Galerien, Läden, das Auktionshaus Grisebach, das Literaturcafé und viele andere schöne Orte der Inspiration befinden sich hier zwischen Kurfürstendamm und Lietzenburger Straße im Berliner Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf.
Im Haus Nummer 29 betreibt Frank Stüve seit vier Jahren einen Showroom samt Büro und Textilarchiv. Eine beeindruckende Wohnung – Gefühlte fünf Meter Deckenhöhe, Stuck, Altbauelemente vom Schönsten, Blumen soweit das Auge reicht und eine immer wieder wechselnde Einrichtung, die (nicht) nur der Inspiration seiner Kunden dient. Der gelernte Florist und Designer fühlt sich in den großzügigen Räumen wohl, zieht seine Kraft aus diesem Ort, genießt die schönen Dinge, die ihn umgeben. Endlich käme er zur Ruhe, erzählt er später im Gespräch auf dem (ausschließlich mit weißen Geranien bepflanzten) Balkon.Bis vor wenigen Jahren bespielte Frank Stüve und sein Team aus Floristen und Designern noch die prachtvolle Villa Harteneck im Grunewald. 15 Jahre, von 1999 bis 2014, dann Veränderung, Downsizing, Umzug. Der Showroom in der Fasanenstraße ist nicht mehr ganz so groß und weniger opulent als früher, Franks Stil und Liebe zum Kreieren von Räumen findet hier allerdings eine für ihn perfekte Umgebung. &hellip
{Pressedinner}Berlins hidden places. Die Stadt überrascht immer wieder mit Orten, an denen wir noch nie zuvor waren. Es ist schon fast dunkel, als wir an den Spreestudios in Rummelsburg ankommen. Der Sonnenuntergang muss an diesem Abend spektakulär gewesen sein. Man kann ihn wegen des rosarot-himmelblauen Himmels über dem Wasser hinter den Häusern noch erahnen.
Die ehemaligen Werkhallen und Garagen der DDR-Zollverwaltung, die vom Berliner Architekturbüro TBBK (Thomas Baecker Bettina Kraus) zu coolen Gewerbeeinheiten mit eingehängten Zwischenebenen und großen Terrassen umfunktioniert wurden, stehen auf einem Wassergrundstück an der Spree kurz hinter der Rummelsburger Bucht. Die Möbelmanufaktur MBzwo aus Ostwestfalen betreibt hier ihren Berliner Showroom.
MBzwos brandneue Popstahl-Küche wird an diesem herrlichen Herbstabend mit einem Dinner-Event eingeweiht. Die Stahl-Küchenmodule in Orange und Anthrazit mit langer MBzwo-Holzarbeitsplatte machen sich gut im großzügigen Showroom im Industrie-Style. Sie passen toll zum Betonboden, zu den dunklen Stahlelementen im Raum und zu den (festlich gedeckten) Tischen und Stühlen des Familienbetriebs aus dem ostwestfälischen Verl. Die Stühle aus Aluminium und Holz des befreundeten polnischen Designlabels Tabanda gehören auch zum Sortiment und ergänzen das Setting perfekt.
Die japanische Köchin Kaoru Iriyama steht an der Kücheninsel und kocht frische Speisen auf einem Teppanyaki-Tischgrill der Firma Coookers aus Bayern. Gemüse, Lachs und andere Zutaten landen auf der mobilen Edelstahlplatte und werden vor unseren (staunenden) Augen zubereitet. Diese Platte ist genial. Stecker rein und los gehts. Egal ob in der Küche, am Esstisch, auf der Terrasse oder Balkon – Wo Strom ist, kann gegart, gekocht und gegrillt werden. Die Reinigung ist easy, verrät Kaoru. Aber zunächst verwöhnt sie uns mit japanischen Leckereien.
Gastgeber Johann Ehlhardt, Geschäftsführer von MBzwo, erzählt uns bei leckeren Drinks mehr über die von Hand gefertigten Tische aus Vollholz, die Stühle und Polstermöbel und über die Leuchten der Firmen Tabanda und Nemo. Schönes Konzept. Im Berliner Showroom berät Johann seine Kunden. Alle Holzsorten können angesehen und befühlt, Sitzmöbel Probe gesessen werden. Bereits seit 1973 produziert die Familie Buschsieweke in Verl hochwertige Möbel aus Massivholz. MBzwo swurde 2014 in Berlin gegründet und steht für moderne Tische nach Maß und ein großes Angebot an (Sitz)Möbeln und Accessoires. Die Konsequenz aus 40 Jahren Tradition und beständiger Innovation.
Vielen Dank für den gemütlichen und inspirierenden Abend an der Spree, liebe Teams von MBzwo, Popstahl, Coookers und Kaoru Iriyama!
MBzwo, Köpenicker Chaussee 4, 10317 Berlin, Tel: + 49 (0)30 21995200Geöffnet Di – Fr von 12.00 bis 19.00 Uhr, Sa von 12.00 – 16.00 Uhr oder nach Vereinbarung
Popstahl, Brunnenstraße 158, 10115 Berlin, Tel: +49 (0) 3044 3181 9&hellip
Starfotograf Peter Lindbergh hat sie schon alle vor der Kamera gehabt: Tina Turner, Keith Richards, Scarlett Johansson, Charlotte Gainsbourg, Cate Blanchett, Charlotte Rampling, Kate Moss... Musiker, Schauspieler, Künstler, Models. Vier Jahrzehnte umfasst die Arbeit des 1944 in Lissa, Deutschland, geborenen Künstlers, der mit seiner außergewöhnlichen, vom Film inspirierten Bildsprache, den faszinierenden Aufnahmen von Menschen und Landschaften, zum Wegbereiter eines neuen Realismus in der Fotografie wurde.
Peter Lindbergh fotografierte 1989 fünf junge Models in New York: Linda Evangelista, Naomi Campbell, Tatjana Patitz, Cindy Crawford und Christy Burlington. Im Januar 1990 war das Foto auf dem Cover der britischen Vogue abgebildet. Es heißt, mit diesem Bild sei die Ära der Supermodels eingeläutet und der Beginn eines neuen Modezeitalters markiert worden. Peter Lindbergh fotografierte die Models in ihrer natürlichen Schönheit, ohne viel Schminke und sexy Posen. Starke, selbstbestimmte Frauen. Seine zeitlosen, meist monochromen Bilder erzählen Geschichten, konzentrieren sich auf die Seele und Persönlichkeit eines Menschen.
Anlässlich der großen Lindbergh Retrospektive in der Kunsthal Rotterdam, die noch bis zum 12. Februar 2017 zu sehen ist, brachte der TASCHEN Verlag einen wunderbaren Bildband heraus: »Peter Lindbergh – A Different Vision on Fashion Photography« (Autor Thierry-Maxime Loriot). 400 Fotos, eins umwerfender als das andere. Einige wurden zum ersten Mal veröffentlicht.
Immer wieder nehme ich mir das Buch zur Hand und entdecke jedes Mal neue (Lieblings)Motive. Einige habe ich für Euch abfotografiert. Es sind jeweils Ausschnitte aus perfekt komponierten Bildern eines großen Meisters – Peter dem Großen.
Das Buch wurde mir vom TASCHEN Verlag zur Verfügung gestellt. &hellip
»Handgemacht in Potsdam« leuchtet in strahlender Neonschrift über dem »Kleinen Martin«, dem »Windmühlenbrot«, dem »Luzerner Dinkelbrot« oder der »Walnusstange«. Letztere war in meinem letzten Beitrag Teil der kleinen Trauben-Käse-Brot-Inszenierung – ein köstliches kleines Bio-Brot aus der Bio-Bäckerei & Konditorei Fahland in Potsdam Babelsberg. Bäckermeister Fahland versorgt uns bei jedem Arbeitsbesuch so lieb und großzügig mit einer Auswahl Brötchen und Broten frisch aus der Backstube, dass wir damit gut über die Woche kommen. Wir – das sind Martina Haag und ich. Zusammen haben wir das Interior-Konzept für die gerade in Potsdam Babelsberg eröffnete Filiale von Iwona und Frank Fahland entwickelt. Martina übernahm zudem die Baubetreuung und Ausführung. Es hat uns großen Spaß gemacht, gemeinsam mit Frau und Herrn Fahland zu überlegen, wie man gestalterisch an ihre inzwischen 14 erfolgreichen Läden in Potsdam, Teltow, Kleinmachnow und Berlin herangehen kann. Das Logo – grüne Schrift & gelbe Weizenhalme – sollte erhalten bleiben. Viele von Euch kennen sicher die Filialen mit den Nasenschildern, die zahlreichen Lieferwagen und Brötchentüten, die allesamt mit dem farbenfrohen Fahland-Logo versehen sind.
Die ehemaligen Büroräume der Friedrich Naumann Stiftung in der Rudolf Breitscheid-Straße (nahe dem Griebnitzsee) in eine Fahland-Filiale mit neuem Erscheinungsbild zu verwandeln, sollte unser erstes Projekt sein&hellip
Bei Tía Emma in der Alten Gasse in Frankfurt fühlt man sich wie ein Kind früher beim Bäcker – oder im Tante Emma Laden. Man erinnert sich an die Bestellungen von Süßigkeiten à 10 Cent (oder waren es Pfennige?): Bitte zwei davon, drei von den Lollis und noch eine Gummischlange… Oder so ähnlich.
Diese Assoziation hatte jedenfalls ich beim Betreten des kleinen, bis unter die Decke gefüllten Ladens von Wiebke Kress-Ochmann und Rosaria Messina. Nur dass es sich bei Tía Emma um einen »Design-Tante Emma Laden« handelt. Besagte Süßigkeiten, Kaffee, Kuchen und kleine Speisen gibt es aber auch.
Wir nahmen also Platz auf der Bank am Fenster und ließen die Seele baumeln. Das geht hier gut. Es duftete nach Cappuccino und wir bestaunten die mit Hingabe zusammengestellten schönen Dinge: Papierwaren, Schmuck, ausgewählte Magazine und Design-Zeitschriften, kuriose Wohnaccessoires und Geschenkartikel. Besonders gefreut habe ich mich über die »Story Tiles« der niederländischen Künstlerin Marga van Oers, über die ich hier schon im Blog berichtet habe. Die bemalten und collagierten Fliesen sahen »in echt« noch viel hübscher aus. Auch die Kakteen-Vasen, Keramiktiere, Wandteller, Strickpuppen und der Mops auf dem Tresen gefielen mir gut. Schaut selbst, Tía Emma – die Design-Fundgrube mit Herz...Den Tipp, bei Tía Emma vorbei zu schauen, gab uns Alexander Sanner vom »Design House Stockholm «, das ganz um die Ecke liegt. Darüber mehr in meinem dritten und letzten Frankfurt-Blogpost, den ich in den nächsten Tagen online stellen werde.
Tía Emma, Alte Gasse 4, Nähe Konstablerwache, 63013 Frankfurt Geöffnet: Mo – Fr von 11.00 bis 19.00 Uhr, Sa von 11.00 bis 17.00 Uhr&hellip
Noch bis Sonntag Abend findet in Berlin das Gallery Weekend statt. Fast 50 Gallerien beteiligen sich dieses Jahr an diesem Event. Gestern Abend stürzten wir uns ins Kunst-Getümmel. Im Kino International nahmen wir erst im Rahmen der Ausstellungsreihe »Kino International Kunst« (KIK) an einer Führung durch die von Leo Kuelbs und Christopher Winter kuratierte Ausstellung »Fathoms« teil. Ein Blogpost mit vielen Bildern der »KIK FIVE« werde ich noch veröffentlichen. Danach fuhren wir in die Linienstraße. Bei herrlich blauem Abendhimmel und »kunstvoll« aufgeladener Stimmung zog es und von Galerie zu Galerie. Unglaublich, was in Mitte los war. In und vor den Galerien standen die Besucher bei Bier und Wein, Sehen und Gesehen werden, eine hippe Crowd – überall.
Einer meiner liebsten Läden hatte ebenfalls zu einem Event anlässlich des Gallery Weekends eingeladen – »room capacity«. Jörn Kuschinsky und Thomas Storai haben in den letzten vier Wochen den ehemaligen Bioladen nebenan in einem weiteren Showroom verwandelt. Sie wurden pünktlich fertig. Gestern war große Eröffnung. Schon von Weitem sahen wir die Menschentraube auf dem Bürgersteig. In den Räumen drängten sich die Kunstbegeisterten und Freunde der beiden Shop-Besitzer. Ein feines, stilvolles Ambiente, super schöne Kunstgegenstände und auch ein ein paar wenige Möbel (er)füllten die Räume. Ganz hinten wurden Häppchen und Alkoholisches gereicht. Partystimmung bei »room capacity«. Nebenan im Souterrain, wo sich der eigentliche Showroom befindet, kauften unterdessen die Leute den Laden leer… Durchaus verständlich, denn Jörn und Thomas haben ein unglaubliches Händchen für schöne Dinge und wie man sie in Szene setzt. Bald wird der Laden aus der Nummer 149 hinüber in die neuen Räume ziehen. Ich freue mich drauf.
Letztes Jahr um diese Zeit habe ich bereits hier über »room capacity« berichtet.
room capacity, Linienstraße 150, 10115 Berlin Di – Fr von 13.00 bis 19.00 Uhr, Sa von 12.00 bis 18.00 Uhr&hellip
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