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Zwischen hochherrschaftlichen Villen und üppig blühenden Gärten Lichterfeldes befindet sich das 1906 erbaute ehemalige Frauengefängnis. Zwischen Amtsgericht und einer Schule gelegen, ragt das dreistöckige, noch immer prunkvolle Gebäude in den blauen Sommerhimmel. Vogelgezwitscher. Sonst herrscht sonntägliche Ruhe. Wir stehen vor dem großen grauen Stahltor und hoffen, dass die Angabe auf Facebook aktuell ist und wir um 16.00 Uhr Einlass gewährt bekommen.
Ein Handwerker ist so nett und lässt uns herein. Wir sprechen eine Frau an, die gerade zielstrebig den L-förmigen Zellentrakt ansteuert. Unsere Frage, ob das Gefängnis heute zu besichtigen sei, konnte sie uns nicht beantworten. Sie wohne hier. Sie wohnt hier? &hellip
Presseaufenthalt | Den Alltag unterbrechen und in den Flieger steigen, um innerhalb kürzester Zeit für ein paar Stunden oder Tage in einem anderen Land von Bord zu gehen – In Europa geht das besonders einfach und in allen Himmelsrichtungen gibt es Orte, die ich unbedingt bald kennenlernen möchte. Kurzreisen sind für mich nicht nur das Erkunden anderer Lebenswelten im Schnelldurchgang, sondern Inspirationsquelle und Überdentellerrandschauen.
Um den Kreativitäts-Akku aufzuladen, verbrachten wir drei Tage in Brighton, Südengland. Kurzer Morgen-Flug nach London Gatwick, noch kürzere Fahrt mit dem Zug Richtung Süden und schon spaziert man die quirlige Queens Road hinunter zum Meer, sieht die Menschen ihren Alltagsaufgaben nachgehen, beobachtet das Leben auf den Straßen und in den Coffeeshops, sieht andere Architektur, hört andere Geräusche und atmet andere Luft.
Brighton liegt am Ärmelkanal und gehört zur Grafschaft East Sussex. Das alte Seebad muss früher sehr edel und charmant gewesen sein. Hier badeten die vornehmen Leute, hatten Städter ihre Häuser und Wohnungen im feinen viktorianischen Stil. Man flanierte am Wasser, besuchte Restaurants, Theater und den berühmten West Pier. Letzterer fiel vor Jahren mehrfach Flammen und Unwettern zum Opfer und geblieben ist nur noch ein Gerippe aus Stahl. Bald wird es nur noch Archivfotos zu sehen geben. Zur Zeit wird Brightons Uferpromenade neu angelegt. Auf Schautafeln ist zu sehen, wie es hier vor 100 Jahren aussah. Es wird investiert, gebaut und verschönert. Touristen sollen kommen und das Seebad wieder zu dem machen, was es einmal war. Charme hat Brighton noch immer. Und eine Universität, bunte Viertel wie North Laine, The Lanes oder Kemptown, wo man sich zum Bummeln durch die vielen Sträußchen und Gassen treiben lassen kann. Es gibt Museen, Galerien, Parks, viele Cafés, Pubs und Ausflugsziele in unmittelbarer Nähe. Und (Kies)Strand, Meer und Himmel soweit das Auge reicht. Die Möwen kreischen und gehören zum Stadtbild. Schön.
Drei Tage in Brighton & Hove, wie ich eigentlich exakt schreiben muss – seit 1997 gehören die aneinander grenzenden Gemeinden offiziell zusammen – reichen aus, um das Seebad gut kennenzulernen. Wir legten fast 40 Kilometer zu Fuß zurück, hätten ständig irgendwo einkehren können, so einladend sahen die Cafés und Kneipen aus, nahmen nur zwei Mal den (Doppeldecker)Bus, um uns zu erholen und ließen uns ansonsten treiben. Wie immer gibt es Fotos für Euch, die ich mit Untertiteln versehen habe. So lässt sich nachvollziehen, wo wir waren und was besonders sehenswert ist.
Wir wohnten im Artist Residence, einem kleinen Boutique Hotel mit Blick auf den Regency Square, das Meer, die West Pier Ruine und den im letzten Jahr eröffneten Aussichtsturm i360. Das Hotel hat 23 Zimmer, jedes liebevoll und von Künstlern und Designern entworfen, die im Gegenzug für kurze Zeit frei dort wohnen durften. Das alte Stadthaus gehörte einst der Mutter des heutigen Eigentümers Justin Salisbury, der zusammen mit seiner Frau Charlotte nicht nur (inzwischen) fünf charmante Hotels mit Restaurants und Bars betreibt. Das Hotel in Brighton ist (literally) das Mutter-Haus. Es gibt ein In House Café, das Restaurant »The Set« und die »Cocktail Sack«, eine coole Bar – nicht nur für Hotel-Gäste. Justin und Charlotte lernten wir leider nicht kennen. Und doch kann ich mir die beiden gut vorstellen: Sie sind jung, motiviert und haben viel Spaß in ihrem Job. Sie lieben es zu planen, einzurichten, Netzwerke zu knüpfen und möchten für ihre Gäste nur das Beste. Das Hotelteam war ebenso jung wie cool, super zuvorkommend und offen. In unserem gebuchten (tiny) Zimmer mit Meerblick wurde bei unserer Ankunft gerade gemalert (mit Farrow & Ball!) und so wurden wir mit einem Upgrade ins schönste Zimmer des Hotels empfangen. Was für ein Glück. Die Farben, die Möbel, die Kleinigkeiten. Von der Kupferbadewanne bis zur Nespressomaschine hinter einer versteckten Schubladentür – alles so schön und so richtig nach unserem Geschmack. Und die Aussicht... Vor dem Balkon lag uns Brighton zu Füßen. Morgens der erste Kaffe, abends ein Weinchen aus der Hausbar – Cheers.
Im Artist Residence stimmt alles. Das Interiordesign, der Umgang mit den Gästen, das hervorragende Essen, das in der offenen Küche zubereitet wird, die Lage und überhaupt. Sehr empfehlenswert. Schaut Euch neben der Hotel-Webseite auch gerne die Seite von Salisbury & Co an. Das ist das Interior Design Label von Justin und Charlotte. Als wären fünf Hotels nicht Arbeit genug, bieten sie nebenbei noch an, sich den Style ihrer eklektischen Unterkünfte in die eigenen vier Wände zu holen. Sie betreiben sogar einen Design Store in London. Wow.
Artist Residence Boutique Hotel, 33 Regency Square, Brighton, East Sussex, BN1 2GG, tel: +44 (0) 1273 324 302 &hellip
Eine Woche vor dem Gallery Weekend lud der Verein »Kultur am Nauener Platz« zum Tag der offenen Tür ins gleichnamige Atelierhaus. In meinem letzen Beitrag habe ich Euch bereits über die Künstlerinitiative berichtet und Fotos aus Carola Göllners Atelier gezeigt.
Auf der gleichen Etage, gleich nebenan, arbeitet der Berliner Künstler Christian Grosskopf. Kleine und großformatige Bilder stellen einzelne oder mehrere Menschen im Raum oder in der Landschaft dar. Im Atelier hängen und stehen Portraits und realistische Bilder mit meist gesellschaftlichen Bezügen. Dabei sind auch Szenen, die von Terror, Armut oder dem Kampf ums Überleben handeln. Die Dramatik der gezeigten Situation liegt in der bevorstehenden Eskalation, erklärte uns Christian. Ein Auto brennt und droht zu explodieren, während Kinder mit Wasser an einem Gullydeckel spielen, Kampfjets fliegen am Himmel über einem Ölbohrloch... Die Arbeiten des Künstlers kann man als aktuelle Form des Historienbildes verstehen. Auf Christians Webseite findet Ihr eine Vielzahl von aktuellen Arbeiten und Werke aus früheren Schaffensphasen.
Eine Etage höher, im vierten Stock des Atelierhauses, erhielten wir Einblick in die Wohn- und Arbeitsräume von Anne Amelang und Chika Takabayashi. Anne Amelangs Baumschattenmotive, die sie auf Beton, Putz, Holz, Stoff und anderen Materialien darstellt, sind faszinierend. Dem Betrachter wird die Illusion vermittelt, dass in diesem Moment Bäume bzw. deren Blätter ihre Schatten auf eine Hauswand o.ä. werfen. In Wahrheit fing die Künstlerin diesen flüchtigen Moment irgendwo ein, um ihn im städtischen Raum oder auf diversen Oberflächen wieder frei zu lassen... Die gefangenen Schatten sind auch in Annes Atelier zu bewundern. Ob auf der großen Wand im Raum, auf Beton- oder Acrylplatten oder anderen Materialien. Gearbeitet wird mit verschiedenen Techniken wie z.B. Siebdruck, Digitaldruck, Schablonen, Airbrush und anderen Verfahren. Phänomenal.
Chika Takabayashi arbeitet als Bildenden Künstlerin und Bühnenbildnerin. Installationen im Raum, dreidimensionale Formen aus organischen Stoffen, die aussehen wie (Vorzeitliche) Kreaturen, haben immer wieder das Thema des »Lebendigen«. Gerne benutzt China Brotteig für ihre Skulpturen. So jedenfalls habe ich es auf der Webseite des Vereins gelesen. Im Atelier war von alldem nichts zu sehen. Dafür gab es einen Flamingo aus Stoff, der über einer Stuhllehne hing und eine Stehlampe mit Globus zu sehen.
Im Atelierhaus arbeiten noch viele andere Künstler, deren Arbeitsräume jedoch am Vormittag noch nicht geöffnet waren. Bitte schaut gerne auf der Webseite des Vereins »Kultur am Nauener Platz« vorbei und lernt dort auch Christoph Both-Asmus, Peter Bömmels, Juro Grau, Lisa Huber und Klaus Mertens kennen. &hellip
Am vergangenen Wochenende öffneten die Künstler des Vereins »Kultur am Nauener Platz« ihre Ateliers für Freunde und Kunstinteressierte in der Weddinger Schulstraße. Seit 1982 existiert die kulturelle Initiative, die damals als eine Selbsthilfegruppe von acht Künstlern auf der Suche nach geeigneten Räumen für ihre Arbeit gegründet wurde. Sich für den Erhalt und die Nutzung einer ehemaligen Lumpenfabrik einzusetzen, langwierige Verhandlungen zu führen und andere Hemmnisse aus dem Weg zu räumen, war für den Verein ein jahrelanger Prozess, der am Ende mit einem Nutzungsvertrag und einem Etat für Modernisierungsarbeiten belohnt wurde. Die Künstler wurden zu Bauarbeitern, legten selbst Hand an, wo es ihnen möglich war. Sie schufen einen Ort, der bis heute sein kulturelles und künstlerisches Angebot in den Stadtteil integriert und einen internationalen Austausch mit Künstlern möglich macht.
Künstler wie Carola Göllner, Christian Großkopf, Anne Amelang, China Takabayashi und andere Kreative haben im Atelierhaus nicht nur ihr künstlerisches Zuhause. Einige wohnen auch hier. Um so interessanter, am Tag der offen Tür hinter die Kulissen schauen zu können.
Wir waren recht früh in der Schulstraße. Die Ateliers in der zweiten Etage waren noch verschlossen und öffneten erst einige Stunden später. Schade. So begann unser Rundgang in der dritten Etage bei Carola Göllner und Christian Großkopf, deren Ateliers nebeneinander liegen. Alleine bei Carola gab es so viel zu entdecken, zu erfahren und zu fotografieren, dass ich diesen Beitrag ihren Kunstwerken widmen und bald noch einen weiteren Blogpost über Christian Großkopf und die Künstler der vierten Etage veröffentlichen werde.
Wenn ein Bühnenbildner oder Setdesigner die Aufgabe hätte, ein Künstleratelier zu kreieren und in Szene zu setzen, dann könnte es so aussehen wie bei Carola Göllner. Ein Atelier wie man es sich vorstellt. Unzählige Farbtuben, die sich auf Tischen stapeln, Pinsel, Paletten mit angetrockneter Farbe, ein altes Sofa zum Ausruhen und abgewetzte Sessel, die ihre eigene Geschichte erzählen. Von Menschen, die hier gemalt wurden, von arbeitsreichen guten und schlechten Tagen und Nächten, an (und in) denen hier Portraits, Familien- Und Alltagsszenen, Film Stills und vieles andere von Carola auf die Leinwand und auf Papier gebracht wurde.
Die Ergebnisse sind im ganzen Raum zu bewundern. Hier schaut Michael Caine – ein besonders geliebtes Motiv, in unterschiedlichen Perspektiven und Zeiten von der Wand – dort stehen Leinwände mit einer Serie von Künstlerportraits, Sonnenbadenden am Strand, Berliner U-Bahnhöfen (mit Selbstbildnissen der Künstlerin) oder anderen alltäglichen Motiven. Wir können und nicht entscheiden, ob wir lieber das Bild mit den blauen Badfliesen und dem Spiegelschrank nehmen sollen oder ein Film Still aus der Godard-Serie... Carola stellt Sequenzen aus Filmen oder dem Alltag realistisch dar und verändert diese künstlerisch durch eine kleine Veränderung der Farbgebung. Und das gerne in Serie. Gefällt uns.
Wenn Ihr mehr über Carola Göllner lesen möchtet, klickt mal auf ihre Webseite oder auf Facebook. Zum Verein »Kultur am Nauener Platz« geht es hier entlang&hellip
Wenn wir in unserer zweiten Heimat Oberbayern sind, wird es für gewöhnlich ruhig auf dem Blog. Dort stehen die Natur, radeln, wandern, das abendliche »Helle« im Biergarten und Himmel in Blau-Weiß auf dem Programm. Um so mehr freue ich mich, wenn uns etwas Schönes begegnet, das zum Blog passt. Wie etwa der Besuch beim über 80-jährigen Dorfschuster in seiner einzigartigen Werkstatt, die Interiors des Restaurants Leonrod oder der Bar Tropical in Traunstein oder der leerstehende alte Gasthof an der österreichischen Grenze. Hier findet Ihr alle Blog-Beiträge aus Oberbayern bzw. dem Chiemgau.
Letzte Woche lernten wir Florian Barmbichler kennen. Er lebt seit seiner Kindheit auf einem Hof im Waginger Ortsteil Gaden. Bayerischer geht's nicht. Dorfkirche, Bauernhäuser, Seeblick und grüne Wiesen so weit das Auge reicht. &hellip
Zwanzig bis dreißig Meter Baumwoll- oder Sisalseil stecken in einem Korb von Aenne Gedamke. Manchmal auch mehr. Auf ihrem Instagram Account warnt die Berliner Künstlerin vor Suchtgefahr. Denn seit sie ihre neue Leidenschaft für »Rope Bowls«, Körbe und Schalen aus Seil, entdeckt hat, steht ihre Nähmaschine nicht mehr still und es entstehen immer wieder neue Kreationen: Körbe mit Deckeln, mit Ledergriffen, ein- oder mehrfarbige, gestreifte, aus (in der Waschmaschine) gefärbten oder naturbelassenen Seilen, flache Schalen für Brot und Brötchen oder als Übertöpfe für die Grünpflanzen. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Und das verführt. Vielleicht könnte man noch schnell einen kleinen Korb für Kosmetikprodukte nähen – oder einen für die Ostereiersuche – Aenne überlegt nicht lange und schon geht's los. Die Nähmaschine schafft es mühelos, die Seile mit einem einfachen Zickzackstich miteinander zu verbinden und kurze Zeit und einige Handgriffe später ist das Ergebnis zu bewundern. Eine runde Sache.
Aennes Körbe und Schalen gibt es in ausgewählten Berliner Läden zu kaufen oder werden auf Kundenwunsch gefertigt. Schreibt ihr bei Bedarf gerne eine Nachricht über Facebook oder an aenne.gedamke@hotmail.com. Dann entstehen neue Seilschaften..&hellip
Schon einmal habe ich Dene Hohwieler besucht. Damals noch in ihrem Charlottenburger Café Long Story Short. Dort verwöhnte sie ihre Gäste mit Kaffeespezialitäten und selbstgebackenen Kuchen, Scones, Short Bread und anderen Leckereien. Der Cafébetrieb ließ nicht mehr viel Zeit für das Familienleben und für Reisen in Dene's weit entfernte Heimat Neuseeland. Schweren Herzens trennte sie sich von Café und lieb gewonnen (Stamm)Gästen.
Dene bäckt (und kocht!) für ihr Leben gern. Und das Schönste ist – Scones & Co gibt es jetzt auf Bestellung. Unter dem Namen Long Story Short Bakers kommen Dene's köstliche Speisen direkt aus ihrer Küche zu Euch nach Hause. Ob salzig oder süß, als Fingerfood für die Party oder Kuchenbuffet für die Mädelsrunde – Dene stellt sich ganz und gar auf Eure Wünsche ein.
Dene wohnt in Charlottenburg. Nur wenige Meter vom Kurfürstendamm entfernt, lebt sie mit ihrer Familie in einer für Berlin so typischen Altbauwohnung. Dort habe ich mir zeigen lassen, wie Blueberry Scones gemacht werden. In der Küche war bei meiner Ankunft schon alles vorbereitet, die Zutaten abgemessen. Nun mussten nur noch die Kaffeebohnen (von The Barn) frisch gemahlen und unser Kaffee gebrüht werden. Dene servierte mir den Slow Brew so stilvoll wie damals in ihrem Café. Danach mischte sie ganz nebenbei und gekonnt Mehl, etwas Backpulver, geriebene Zitronenschale, weiche Butter und eine Handvoll Blaubeeren zu einem Teig, knetete ihn mit den Händen und formte acht gleich große Stücke. Zuletzt gab Dene mit einem Löffel noch eine Mischung aus Rohrzucker und Zimt und Heidelbeeren auf die Scones. Fertig.
Während der zehnminütigen Backzeit zeigte mir Dene ihre schöne Wohnung. Hohe Decken, Durchgangstüren, Parkett, viele alte Möbel, Flohmaktfunde und Mitbringsel von den vielen Reisen der Familie – ein individuelles und kreatives Interieur. Der herrliche Duft nach frisch Gebackenem hing in der Luft, als ich mit der Kamera auf Motivsuche ging. In der Küche holte Dene bereits das Blech aus dem Ofen. Zeit, sich's gemütlich zu machen, Kaffee zu trinken, zu quatschen und die verführerisch aussehenden, goldgelben Scones zu probieren. Lecker!
Vielen Dank, liebe Dene, für den schönen Vormittag in Deiner Küche!
Dene Hohwieler, Long Story Short Bakers, Bestellungen unter 0178 850 04 6&hellip
Urban Story à la »s.wert Design«: Man nehme den Wandteller »Berliner Fernsehturm«, die neueste Kreation des Berliner Designlabels, Masking Tape, Schere, Nagel, Hammer und bastelt sich in wenigen Schritten ein Stück Berlin an die Wand...
Ostern naht, kleine Geschenke müssen her. Wie wär's mit dem Wandteller von Sandra Siewert, den ich auf Facebook entdeckte und der jetzt bei uns die Stadtalm schmückt? Erst hing er monochrom an der Wand. Sah auch gut aus. Aber jetzt haben wir Berlins größte Discokugel mit rotem und weißen Tape zur Wall Art werden lassen. Kleines DIY Projekt, das nicht viel künstlerischen Können voraussetzt und ruckzuck umgesetzt ist. Vorausgesetzt, Ihr liebt den Berliner Fernsehturm genauso sehr wie wir. Die schwarz-weiße Grafik ist ein absoluter Hingucker. Durch die Wölbung des Tellers entsteht eine verblüffend räumliche Wirkung.
Über s.wert Design habe ich hier schon berichtet. Außer dem »Souvenirteller reloaded« gibt es noch viele andere schöne Dinge mit Berlinbezug im Laden in der Brunnenstraße oder im Onlineshop zu entdecken.
s.wert Design, Brunnenstraße 191, 10119 Berlin Geöffnet Mo bis Fr 11.00 – 19.00 Uhr, Sa 11.00 – 18.00 Uhr&hellip
»Wenn du was Schönes siehst, bringe es mit und ich schenke es dir dann zum Geburtstag«, sagte mein Liebster vor meiner Kopenhagen-Reise...
Oh Mann, hätte ich shoppen können. Ein grünes Samt-Sofa oder die kleinen hübschen Wandspiegel (möglichst alle) von HAY, diverse Möbelstücke aus dem Norman Copenhagen Flagship Store und natürlich Klamotten. Meine Freundin Andrea und ich reisten nur mit Handgepäck und das war schon voll, als wir losflogen. Wir kauften fast nichts. Nur Mitbringsel für die Familien, ein bisschen Schokolade bei Peter Beier und Design-Zeitschriften für mich. Die müssen immer sein.
Fast nichts heißt, ich habe natürlich doch etwas gefunden. Im Museumsshop des Louisiana Museums strahlten mich Kerzenhalter aus Glas (von OYOY) an, ohne dass Kerzen darin brannten. Ich musste sie in die Hand nehmen, anfassen, hindurch schauen, fühlen, wie schwer sie sind – und sie zur Kasse bringen. Den klaren runden Kerzenhalter kaufte Andrea für mich. Glücklich, auch schon das passende Geschenk zu haben. Die beiden anderen überreichte ich zu Hause feierlich an meinen Mann und versuchte sie zu vergessen.
Der Geburtstag liegt inzwischen hinter mir. Jeden Abend zünde ich die Kerzen in ihren gläsernen Haltern an und freue mich darüber. Oyoy, wie schön!
Über die Reise nach Kopenhagen habe ich hier (Hotel SP34) und hier (Reisetipps) auf dem Blog berichtet&hellip
Liebe Grüße aus Mallorca! Vor dem Balkon glitzert das Meer, die Luft ist kühl und der Himmel blau. Seit einigen Tagen bin ich mit einer Freundin auf der Insel, um ihre gerade erworbene Ferienwohnung mitzugestalten. Wir besuchen Baumärkte, bemustern Waschbecken & Co, sprechen mit den Handwerkern über den bevorstehenden Umbau und verwerfen bei dem einen oder anderen Glas Wein zum x-ten Mal die Küchenplanung. Das (Farrow & Ball)Farbkonzept steht. Dimity, Skylight & Vert de Terre für die Wände, Blazer und Lichen als Zusatzfarben, um alte Möbel umzulackieren. Die Fliesen sind ebenfalls bereits in Auftrag gegeben. Für den Boden Feinsteinzeug, für die Bäder Zementfliesen in Creme- & Grüntönen von Huguet, einer Manufaktur in Campos, von der ich Euch heute berichte.
Bei Huguet werden Zementfliesen in 36 sanften Farbtönen, uni oder gemustert, traditionell oder modern, von Hand hergestellt. Ein Familienbetrieb, der sich seit vielen Generationen der Produktion von Wand- und Bodenfliesen, Wasch- und Spülbecken, Tischen und anderen Bauelementen aus Beton verschrieben hat. Im Showroom können wir die Vielfalt und Qualität der feinen Fliesen und Möbel bestaunen. Die Spülen aus Terrazzo sind ganz besonders toll.
Ausstellungsfläche und Werkstatt sind durch große Fenster miteinander verbunden. So können wir den Handwerkern beim Arbeiten auf die Finger schauen. An den unverputzten Wänden hängen Metallformen zur Herstellung der Fliesen, auf Tischen stehen große Bottiche mit Zement, überall Werkzeug, das wir noch nie gesehen haben – wie schön, hier her gefahren zu sein, um vor Ort die Fliesen für die Bäder auszusuchen. Keine leichte Entscheidung.
Wir werden sehr nett beraten, dabei über die Herstellung und die anschließende Verarbeitung samt Versiegelung informiert und steigen nach zwei Stunden glücklich ins Auto. Mit Auftragszettel für Mosaikfliesen (5 x 5 cm) in der Hand. Verschiedene Beigetöne für das eine, Grüntöne für das andere Badezimmer, ein tiefes Meerblau für die Küche. Nur eine umlaufende Fliese im Anschluss an die Arbeitsplatte und eine 60 x 80 cm große Fliese, die als Spritzschutz hinter dem Herd angebracht wird. Huguet liefert auch international. Gerade letzte Woche ging ein Container nach Brisbane, Australien…
Schaut gerne mal auf der Webseite vorbei. Dort erfahrt Ihr mehr über den Familienbetrieb, dessen große Produktpalette und die Projekte, an denen Huguet bereits beteiligt war. Sehr schön&hellip
Der »Cockatoo« ist da! Und hängt bereits an der großen Wand im frisch renovierten Bad. So ein schöner Vogel. Er schaut uns jetzt Beim Zähneputzen & Duschen zu, sorgt mit seinem frechen Blick für gute Laune und passt perfekt zu der neuen Wandfarbe. Und zur Lampe...
Im Halleschen Haus entdeckte ich schon vor längerer Zeit die tollen alten Rollkarten mit den Vintage Motiven. Besonders der Flamingo hatte es mir angetan. Mangels Platz an den Wänden entschied ich mich jedoch gegen einen Kauf. Wie der Zufall es wollte, sah ich letztens ein Foto des Flamingos auf Facebook und erfuhr so von der kleinen australischen Firma »Erstwhile«, die auf ihren Touren durch Vintage-Läden in aller Welt alte Wandkarten kaufen und sie reproduzieren lassen. So authentisch, dass man meinen könnte, die Prints seien alt. Flecke, Risse und andere Gebrauchsspuren aus vergangenen Zeiten werden mit Absicht nicht vorher ausgebessert. Auf der Webseite von Erstwhile gibt es eine tolle Auswahl an zoologischen und botanischen Motiven. Weltkarten und spezielle Karten für's Kinderzimmer gibt es auch.
Wir verliebten uns in den Kakadu. Er erinnert uns an unsere Zeit in Sydney. Dort saßen immer bis zu zehn Vögel bei uns auf der Veranda, warteten auf Futter und nagten auch gerne mal das Terrassengeländer aus Holz an. Damals machten wir einen Haustausch mit einer australischen Familie, die parallel bei uns in Berlin wohnte. Kakadus sind super zutraulich und sehen frech aus, wenn sie die Köpfe schief legen und einen beobachtend anschauen. So wie der Cockatoo, den ich in vor zwei Wochen in Australien bestellte. Das Shipping ging ganz schnell. Schaut doch mal auf die Liste der Stockists. Vielleicht gibt's ja einen in Eurer Nähe. So schön&hellip
Wie Ihr aus dem ersten Beitrag über das Hotel SP34 heraushören konntet, hatten wir eine schöne Zeit in Dänemarks Hauptstadt. Drei Tage voller Eindrücke und Entdeckungen. Falls Ihr demnächst einen Kopenhagen-Trip plant, findet hier einige Tipps und Adressen, die ich Euch empfehlen kann. Es gibt natürlich noch viel viel mehr zu besichtigen und zu sehen..&hellip
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