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Schirme gibt es in dem kleinen Ladengeschäft in der Kreuzköllner Sanderstraße schon lange nicht mehr. Die großen Lettern über dem Schaufenster sind nur noch Zierde und erinnern an frühere Zeiten. Heute werden hier italienische Produkte vom Feinsten und Schönsten verkauft.
Kerstin Fingers Leidenschaft für Italien brachte sie vor drei Jahren dazu, einen eigenen Laden zu eröffnen. Il negozio di Kreuzkölln ist kein Alimentari, wie man ihn sonst kennt, sondern eine Neuinterpretation des Tante Emma Ladens, in dem außer Wurst, Käse und Wein auch italienische Küchenutensilien, Textilien und Wohnaccessoires angeboten und mit viel Liebe der Inhaberin verkauft werden. Von der knallroten Parmesanmühle bis zu mundgeblasenen Gläsern, von Lampen aus Pappmaché bis zu pink verpackten Tartufi, Essigflaschen mit gestreiften Etiketten und Schürzen aus unverwüstlichem Leinen. Das Angebot an schönen Dingen ist groß, beste Inhaltsstoffe und Qualität der Lebensmittel sind Kerstin wichtig. Genau wie gutes Verpackungsdesign, originelle und klassische Firmenlogos und gute Produktgestaltung.
Als gelernte Grafikdesignerin achtet Kerstin besonders auf Ästhetik ihrer italienischen Waren. Sie liebt gutes funktionales Design bei Alltagsgegenständen, ansprechende Verpackungen und Etiketten. Der kleine Laden birgt wahre Schätze, die man in anderen Feinkostläden oder Designstores vergeblich sucht. Schaut mal in der Sanderstraße vorbei. Auf Euch wartet außer Kerstin sogar ein Kerzenhai!
Amore Store, Il negozio di Kreuzkölln, Sanderstr. 12, 12047 Berlin und auf FacebookGeöffnet: Di –Fr von 12.00 bis 19.00 Uhr, Sa 12.00 bis 18.00 Uhr&hellip
{Werbung, unbezahlt und unbeauftragt, einfach weil es schön ist. Wirklich schade, dass man das jetzt jedes Mal gleich zu Beginn erwähnen muss, oder?}
»Ich wollte mehr Himmel sehen, unbedingt einen kleinen Garten haben und meiner kleinen Tochter eine schöne und autarke Kindheit ermöglichen», sagt Helene Stolzenberg und führt mich durch die Räume des hübschen Siedlungshauses im Südwesten Berlins. Es sei hier ein bisschen wie in Bullerbü, schwärmt sie. Das finde ich auch. Besonders die Einrichtung erinnert an die Geschichten aus Schweden. Helene liebt es, ihr Zuhause mit wenigen Mitteln und schönen Dingen zu dekorieren und gemütlich zu machen. Sie besitze keine teuren und extravaganten Designermöbel (außer der Bubble Lamp von George Nelson, gesteht Helene), sondern lebe ein bisschen wie die Familien bei Astrid Lindgren, kichert sie. Mit Kind und Kater, Apfelbaum im Garten und Holzclogs im Flur. Das Wort hyggelig ist inzwischen so viel benutzt worden, dass ich es kaum wage zu schreiben. Und dennoch passt es gut zu Helenes Häuschen. Seit ihrer Kindheit verspürt sie eine ganz ganz große Liebe zu Skandinavien, unendliche Male war sie schon dort und seit letztem Jahr betreibt sie sogar einen eigenen Laden für skandinavisches Design in Schöneberg: Nordliebe.
Eigentlich kommt Helene aus Der Kommunikations- und Marketingbranche. Viele Jahre hat sie als PR-Beraterin gearbeitet und nebenher einen Online-Shop für schöne Dinge aus Dänemark, Schweden & Co gegründet. Genau genommen im Jahr 2012. Parallel zur Arbeit, allein erziehend mit Kleinkind und mit nächtelangem Einsatz für ihre Kunden. Die sind ihr treu, folgen zu Tausenden auf Instagram und bis in den Laden. Helenes frische Art, ihr Lachen und vor allem ihre Authentizität sorgen für Erfolg und einen großen Kundenkreis bis über die Grenzen Berlins hinaus. Ihr Zuhause zu fotografieren, hat mir viel Freude bereitet. Mit der Teetasse in der Hand bis unters Dach und hinaus in den Garten, begleitet vom roten Kater, der, wie Helene mir erzählt, Promistatus auf ihrem Instagram-Account hat. Unglaublich, wie viele Kunden uns beiden folgen und besonders bei Fotos mit Schnuffi ein Like verteilen, verrät Helene. Sie liebt ihre Kunden und kümmert sich um sie, ob im Laden oder virtuell. Neue Produkte stellt sie per Video vor und schwupps sind sie ausverkauft. Marketingfrau eben. Seit letzter Woche ist der Weihnachts-(OnlineShop geöffnet. Helene hat viel zu tun, freut sich aber dennoch sehr über einen Besuch von Euch bei ihr im Laden.
Danke für den Tee, Helene! War schön bei Dir im Nordliebe-Häuschen&hellip
Immer wieder eine der schönsten Unterbrechungen vom Alltag und ein großer Luxus ist für mich, am helllichten Tag bei lieben Menschen zu Hause an einem Tisch zu sitzen und Kaffee zu trinken. Das können alte Freunde sein oder auch jemand, den man zum ersten Mal in seinem Leben trifft. So wie Tatjana Sprick.Von ihr wusste ich bisher nur, dass sie das Interior Design des Kreuzberger Himmels entwickelt hat. Chris Glass, ein gemeinsamer Freund und Inhaber das aptm Berlin vernetzte uns miteinander und verriet, Tatjana wohne in einer wundervollen Wohnung, die mir sicher gefallen würde..&hellip
Mit dem Humboldt Forum im neu errichteten Berliner Schloss erhält Berlin nicht nur eine weitere Sehenswürdigkeit, sondern ein neues kulturelles Stadtquartier an der Spree, das seit seiner Grundsteinlegung im Sommer 2013 seiner Fertigstellung im nächsten Jahr entgegen strebt.
Das nach Wilhelm und Alexander von Humboldt benannte neue Forum in der Mitte Berlins nahe Dom und Museumsinsel, wird ein modernes Kulturhaus mit Museen (Ethnologisches Museum & Museum für asiatische Kunst – Staatliche Museen zu Berlin – Stiftung Preußischer Kulturbesitz), Ausstellungen und vielseitigen Veranstaltungen. Ein offener und lebendiger Ort, an dem Kuratoren, Forscher und Kreative aus aller Welt zusammenkommen, wo Geschichte auf Gegenwart stößt. Ob in den zukünftig etwa 20.000 Exponaten der verschiedenen Ausstellungen, in der Forschung (nach neuen Erkenntnissen zu Themen wie Religion, Migration und Globalisierung) oder in der Architektur des rekonstruierten historischen Gebäudes. &hellip
Berlin schwitzt. Heute und morgen wird womöglich sogar der Temperaturrekord gebrochen. Noch sind es »nur« 30 Grad. Später sollen es 37 Grad werden. Wie schön ist es doch im Schatten. Liegestuhl, viel Wasser trinken, nicht bewegen.
Wir haben das große Glück, einen Garten zu haben. Seit Mai verbringen wir jede frei Minute im Freien. Besonders die Abende sind herrlich. Es kühlt nur wenig ab und wir können ewig draußen sitzen. So einen Sommer hatten wir noch nie. Außer der Terrasse (zum Glück im Norden des Hauses) gibt es einen Platz im Garten, der trotz Hitze immer ein bisschen Kühle bewahrt. Ein kleiner Patio. Überdacht von Weinranken und somit vor der Sonne geschützt. Letztere sorgt dafür, dass die Weintrauben in diesem Jahr früh reif und ganz prall werden. So sitzen wir geradezu paradiesisch im Schatten. Im Liegestuhl, Beine hoch, Wasserglas griffbereit. Wenn sich die Augen aus dem Dämmerzustand zu einem leichten Blinzeln öffnen, könnte man meinen, man sei in der Toscana. Die Trauben hängen tief, die Luft ist schwer und flirrt.
Anzeige | Selbst unser Liegestuhl ist ein Italiener. Inspiriert durch die Gartenmöbel der Schweizer Jugendherberge Bella Lui, über die ich hier geschrieben habe, freue ich mich, Euch heute unseren neuen Liegestuhl Spaghetti vorstellen zu dürfen. Meine Oma besaß früher auch solche Gartenmöbel im Look der 1950er Jahre. Irgendwann wurden sie aussortiert weil sie wohl nicht mehr modern waren. Kaum zu glauben. Denn seit einigen Jahren sind die Alu-Möbel mit den PVC-Schnüren wieder im Kommen und viele Hersteller haben sie im Programm.
So auch Fiam, ein Familienbetrieb aus Brescia. Firmengründer Francesco Favagrossa entwarf Spaghetti in den 1980er Jahren. Wahrscheinlich ebenfalls inspiriert von den Fifties, schuf er einen Liegestuhl aus Aluminium und mit einer Bespannung aus PVC-Band. Sehr bequem. Das Fußteil lässt sich bei Bedarf unter die Sitzfläche klappen. Spaghetti wird so zum Sessel.
My first Liegestuhl. Vielleicht hat es ja etwas mit dem zunehmenden Alter zu tun, aber ich finde es herrlich, auf diese entspannte Art im Garten zu chillen, wie meine Kinder es sagen würden. Kann ich Euch nur empfehlen. Abends noch im Liegestuhl zu lesen – grandios. Dafür spendet uns Bolleke Licht: eine kleine, tragbare und kabellose Akkuleuchte von Fatboy. Genau wie die Lampe Thierry le Swinger, die seit letztem Jahr unter der Kletterrose über dem Gartentisch hängt, ist Bolleke per (mitgeliefertem) Micro USB-Kabel wieder aufladbar und leuchtet anschließend je nach Dimmgrad bis zu 24 Stunden. Wir haben Bolleke unter das Weindach gehängt. Genauso gut könnt Ihr die kleine Lampe mit der farbigen Silikonaufhängung auch mit in den Park, an den Strand oder mit in die Wohnung nehmen. Das Licht ist stimmungsvoll und schön.
Ich begebe mich dann mal in den Liegestuhl. Das Thermometer zeigt inzwischen 34 Grad an. Mein Laptop glüht. Ich auch.
Dieser Beitrag entstand in Kooperation mit Connox. Lampe und Liegestuhl wurden mir freundlicherweise zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür. Meine Begeisterung für Boelke und den Spaghetti-Liegestuhl ist echt und ich freue mich sehr, die beiden Produkte vorstellen zu können&hellip
Einer dieser schönen Berliner Sommerabende. Das Thermometer zeigt noch 26 Grad, die Stadt scheint von der Hitze ein wenig gelähmt, aber gut gelaunt. In den Straßen tobt das Leben – Feierabend, die Tagwerke sind vollbracht, endlich ist es nicht mehr so heiß. Auf dem breiten Bürgersteig an der Yorckstraße sitzen die Gäste vor dem Restaurant Kreuzberger Himmel, genießen kühle Getränke und essen gemeinsam von großen Tellern. Fladenbrote werden in Humus gedippt, Baba Ganoush, Fatoush und Mnasale herum gereicht und sich über Huhn in Joghurtsauce, Auberginen mit Minze, Granatapfel und Nüsse, Kichererbsen, Koriander und die vielen exotischen Gewürze gefreut. Bei diesen Temperaturen genau die richtigen Speisen. Frisch, leicht und fein. Syrische Küche unter dem Berliner Sommerhimmel&hellip
Zwei Architekten und eine Interior Designerin tun sich zusammen, konzipieren einen hellen Raum mit großen Schaufenstern und vielen Designprodukten und arbeiten gemeinsam im Hinterzimmer. So könnt Ihr Euch den Showroom von Irina Jurasic, ihrem Mann Francesco Apuzzo (linea1) und Katja Söchting vorstellen.
Die feinen linea1-Regale aus Stahlblech gibt es schon seit 13 Jahren. Irina und Francesco entwarfen sie damals selbst, weil es einfach keine (für sie) schönen Regale gab, verrät Irina neulich bei einem (Schnellst)Besuch in der Ackerstraße. 2005 gründeten sie linea1, ließen seither ausschließlich in Berlin produzieren und entwickelten in den darauf folgenden Jahren ein Regalmodell für Aktenordner, eine Tischleuchte, den Zeitschriftenhalter linea mr, Wandgarderobe linea cr und den everyday table. Das Material Stahlblech wird bei jedem Produkt aus seinem zweidimensionalen Ursprung zu einem Körper gebogen. Ökonomisch funktionales Design. Im Showroom sind alle Mitglieder der Stahlblech-Familie versammelt.
Eigentlich wollte ich neulich ganz kurz zu Katja Söchting hinein springen. Sie teilt sich die Räumlichkeiten mit linea1. Im Zusammenspiel mit ihrer Arbeit als Interior Designerin, stellt sie Möbel und Accessoires von z.B. e15, Gelderland, Schaffner, Anna Badur, Jörg Söchting, Marset oder Anais Brizon im Showroom vor. Ihre Kunden haben so die Möglichkeit, sich vor Ort inspirieren zu lassen und können bei Gefallen auch gleich bestellen.
Katja war leider nicht da, als ich spontan vorbei schaute. Gerne hätte ich sie persönlich kennen gelernt. Möchte ich doch in Zukunft meine Kunden zu ihr schicken, um ihnen die Produkte von Nils Holger Moormann ans Herz zu legen und gegebenenfalls bei ihr ordern. Seit ich in Aschau war, empfehle ich bei Wohnberatungen immer wieder gerne Möbel von Moormann und freue mich, dass es in Berlin einen Showroom (neben den großen Designläden) gibt, wo FNP-Regal, Pressed Chair & Co. präsentiert werden. Die anderen von Katja kuratierten Designstücke gefallen mir ebenfalls sehr. Einige sind auf den nachfolgenden Bildern zu sehen. Bisschen unscharf hier und da. Fragt Irina, der Besuch war wirklich kurz...
linea1 Showroom & Katja Söchting Interior Design, Ackerstr. 165, 10115 BerlinGeöffnet Di – Fr von 12.00 bis 18.00 Uhr und nach VereinbarungIn den Berliner Sommerferien nur Do von 12.00 bis 18.00 Uhr und Fr von 12.00 - 18.00 Uhr geöffnet&hellip
Berlin hat einen neuen Ort, an dem man am liebsten den ganzen Tag bleiben und es sich gut gehen lassen möchte. Und das direkt an der Herrmannstraße in Neukölln: Das 21 gramm Café & Restaurant im historischen Kapellengebäude am Rande des St- Thomas Friedhofs.
Ein ungenutztes Seitengebäude der alten Friedhofskapelle, Entdeckung und sich Verlieben, Planungs- und Antragsphase, Denkmalschutzauflagen, sieben Monate Umbau, enorm viel Selberhandanlegen und noch viel mehr Dreck, Schweiß und Herzblut – So oder so ähnlich müsst Ihr Euch die (etwas verkürzte) Entstehungsgeschichte des 21 gramm vorstellen. Jeremias Stüer, einer der drei Betreiber, klingt ganz beseelt, als er mir letzte Woche beim Kaffee im Hof des Backsteingebäudes von den vergangenen Wochen und Monaten erzählt.
Jetzt ist (fast) alles fertig. Die Gäste sind begeistert. Von der Location, von der Stimmung, vom Essen und überhaupt. Kaum vorstellbar, wie es hier noch vor kurzer Zeit aussah. Oder ganz früher? Immerhin handelt es ich um ein Kapellengebäude auf einem Friedhof von 1865. In der sanierten Kapelle finden bis heute regelmäßig Beisetzungen statt. Davon bekommen die Gäste aber nichts mit, da sich der Kapelleneingang auf dem Friedhof befindet. Das 21 gramm befindet sich im Nebengelass. Dort, wo damals die Leichname für die Beerdigung fein gemacht wurden. Danach standen die Räumlichkeiten lange leer. Die Vorstellung, in diesem ebenfalls kapellenartigen Raum mit hohen Gewölbedecken, reich verzierten Säulen, Bibeltexten an den Wänden und farbigen Fenstergläsern gewaschen und in den Sarg gelegt zu werden, finde ich irgendwie anmutend. Keineswegs negativ. Ich denke, man darf sich das ruhig vorstellen, wenn man heute diesen wunderschön gestalteten Raum betritt und sich auf einem der polnischen Schulstühle, den selbst entworfenen Bänken oder an den Tischen niederlässt und sich ein Frühstück auf'm Blech bestellt. Oder?Unter (gefühlt) Tonnen alter Leimfarbe, die über Wochen von Wänden, Decken und Säulen entfernt wurde, kamen die Original-Farbtöne zum Vorschein. Zartes Rosa, Gelb, Weiß & Grau. An zwei Wänden wurden die zum Teil gut erhaltenen Zitate aus der Bibel frei gelegt. Einige Säulenschäfte mussten ausgebessert, die alten Holztüren aufgearbeitet und lasiert (mit Bier!) werden. Jeremias, für das Interior-Design und die Einrichtung des 21 gramm verantwortlich, erzählt mir bei unserem Treffen, wie viel Spaß es ihm gemacht hat (und immer noch macht), diesen besonderen Raum gestalten zu können. Und wie schwer es war, dem ehrwürdigen Denkmal gerecht zu werden. So entschied er sich zusammen mit seinem Team für Eichenholz, Stahl und viel Grün. Die Einrichtung wurde behutsam und stilvoll an die Umgebung angepasst. Die bepflanzten Leuchten an den Gewölbedecken waren Jeremias' Idee. Auch der Hof mit der großen Holzbank und den vielen Kissen ist schön geworden. Lichterketten, wilder Wein, Blümchen in Glasflaschen und vor allem die alten Backsteinmauern erschaffen Wohlfahl-Atmosphäre. Das Essen soll super lecker sein, habe ich gehört: Gut gefüllte Frühstücks-Bleche, Flammkuchen, auch auf'm Blech serviert, und viele kleine und große Köstlichkeiten, Desserts, Getränke und Kaffeespezialitäten. Die Köche mussten sich schnell einarbeiten. Täglich kommen mehr Gäste, schwärmt Jeremias, und schaut in den Himmel. Was er dort sieht weiß ich nicht, doch plötzlich sagt er: »Es heißt, das Gewicht der Seele beträgt etwa 21 Gramm«. Und dann verabschieden wir uns.
21 gramm, Hermannstr. 179, 12045 BerlinGeöffnet Di – Do & So von 10.00 bis 22.00 Uhr, Fr & Sa von 10.00 bis 0.00 Uhr&hellip
Viola und Arno Haus kennt Ihr schon. ARMSTRONG noch nicht. Das kreative (Ehe)Paar lebt mit seinen Kindern in einer alten Villa in Kleinmachnow. Eigentlich kommen die beiden aus der Werbebranche. Kreative sozusagen. Ja, und das sind sie. Kreativ bis zum Gehtnichtmehr. Drei Stunden saß ich auf der gemütlichen Pipi-Langstrumpf-Veranda von Haus & Haus, streichelte die schwarze Katze und versuchte mir zu merken, was Viola und Arno in den letzten Jahren so alles auf die Beine stellten.
Sie stiegen aus ihren Berufen aus, sanierten (fast ganz alleine) ein Haus, zogen nebenbei Zwei Kinder groß, eröffneten einen Einrichtungsladen in einer Zehlendorfer Remise und stellten nach ein paar Jahren fest, dass sie lieber wieder kreativ und handwerklich arbeiten möchten. Jetzt machen sie Upart, Skulpturen für Räume, Filmsets und andere Orte und haben eine eigene Möbelserie entwickelt: ARMSTRONG. Nicht, dass dies die einzigen Möbel wären. Nein, da gibt es noch OXER, COMMANDER, BROOKLYN, XAVER und Tische mit alten Stövchen...
Aber ARMSTRONG hat's mir angetan. Eine Fusion aus klassischem Holzmöbel und Industriedesign. ARMSTRONG ist nicht einer, sondern gleich mehrere. Es gibt ihn als Tisch, Bank, Hocker, Stehtisch, Barhocker und Sideboard. Alle Möbel bestehen aus pulverbeschichtetem Aluminium (in jeder RAL-Farbe bestellbar) und Holz. Für den Außenbereich wird Thermoesche und Kambala, für innen Eiche verwendet. Die ARMSTRONGs wohnen mit Familie Haus in der alten Villa und (seit Jahren) schon in deren Garten. Wind und Wetter kann ihnen nichts anhaben. Robuste und gleichzeitig filigrane, leichte Möbel, die in jedes Wohnumfeld passen.
Apropos Wohnumfeld. Die alte Villa, in der Familie Haus und jede Menge ARMSTRONGs leben, ist GRANDIOS. Selten solch ein Schmuckstück betreten. Altbaucharme der Jahrhundertwende, Original Parkett, hohe Räume, wunderschöne Farben in Grün- und Blautönen, Akzente in Schwarz, alte und moderne Möbel, Leuchten und tolle Kunst. Einige Werke stammen von Violas und Arnos Tochter. In der Küche hängt ein Schweinekopf an der Wand. Gefilzt statt geschossen – So bewirbt Violas Schwester Miriam die realanatomischen Tierköpfe aus Wolle auf der Webseite von Starke Beest. Nachdem Miriam ihren Beruf als Tierärztin aufgab, stellt sie jetzt nur noch Biester aus Wolle her. Stark.
Schon wieder viel zu viel geschrieben. Schaut Euch an, wie besonders schön es bei Viola, Arno & Family ist. Wenn Ihr mehr über die ARMSTRONGs erfahren möchtet, klickt einfach auf ARMSTRONG. Wie immer kein Affiliate, keine versteckte Werbung, nur restlose und ehrliche Begeisterung. Ganz toll, was Ihr so alles macht, Viola und Arno&hellip
Die Kreuzberger Gneisenaustraße ist seit wenigen Wochen um eine Schöne-Dinge-Perle reicher. Zwei Freunde, Valentin und Lucas, die beide gutes Design und schöne Möbel lieben, gerne einrichten, dekorieren und auf ausdrucksstarke Farben stehen, machten dort valuc15 gerade ihr erstes gemeinsames Einrichtungsgeschäft auf.
Im valuc15 begrüßen Euch kräftige Pastelle an den Wänden, französische Lampen von Bertrand Balas und Bernard Schottland (DCW Editions Frankreich) und ein kleines gemütliches Sofa aus blauem Samt von marie's corner aus Belgien. Daneben hängt ein Wandregal von Frama aus Kopenhagen, gefüllt mit Keramikgeschirr aus Portugal, Spanien und Dänemark und umringt von herrlich gemütlichen und selbst gefertigten Kissen aus Stoffen u.a. von Holland & Sherry, Loro Piana, Designers Guild, Ralph Lauren, de la Cuona, Dedar und Nya Nordiska.
Auch Möbel und Produkte von Berliner Designern wie Studio Milena Kling, Bartmann Berlin, Silvia Terhedebrügge, Gunnar Søren Petersen, Coordination Berlin und Mykilos gehören zum Sortiment. Valentin und Lucas setzen ihre Lieblingsstücke besonders gut in Szene. Schöne Dinge vor schönen Farben an den Wänden, die einer eigenen Farbpalette entstammen. Lucas zeigte mir bei meinem Besuch eine erste Farbkarte mit Blau- und Grüntönen, die demnächst um zahlreiche Pastelltöne ergänzt werden soll.Vor drei Jahren kaufte sich Lucas eine Farbmischmaschine. Seither experimentiert er mit Pigmenten und Inhaltsstoffen, um beste (Dispersions)Farben für seine Kunden herstellen zu können. Innerhalb von 2 Tagen kann er Bestellungen bearbeiten und die gewünschte Farbmenge liefern. Abgefüllt wird in Hamburg. Dort betreibt Lucas' Mutter ebenfalls einen Laden für Interiordesign. Schon als Junge half er dort mit. Was lag also näher, als (nach einem Umweg über die Politik) selbst ein Einrichtungsgeschäft zu eröffnen? Valentin, den ich leider noch nicht kennengelernt habe, bringt Know-How aus dem E-Commerce mit und kümmert sich bei valuc15 um den Aufbau des Online-Shops. Solltet Ihr also nicht die Gelegenheit haben, in der Gneisenaustraße vorbei zu kommen, könnt Ihr (ganz bald) bequem von zu Hause aus bei valuc15 einkaufen.
Auf Instagram posten Valentin und Lucas regelmäßig die Neuzugänge im Laden oder zeigen Fundstücke, die sie auf Reisen aufstöbern und mit nach Berlin bringen. Schön.
valuc15, Gneisenaustr. 57, 10961 Berlin, Tel: +49 (30) 499 69 535 und auf Facebook.Geöffnet: Di – Fr von 12.00 bis 19.00 Uhr, Sa von 11.00 bis 15.00 Uhr&hellip
{Pressereise} Letztes Wochenende lernte ich Flora Steiger-Crawford kennen. Nicht persönlich, denn leider lebt sie schon lange nicht mehr. Flora war die erste Frau, die 1923 an der ETH Zürich ein Diplom als Architektin erlangte und in der Schweiz zu den Pionieren des Neuen Bauens, der Schweizer Moderne, gehörte. Zusammen mit ihrem Mann Rudolf Steiger eröffnete sie 1924 ein Architekturbüro, das 1928 für den Bau des Sanatoriums im Walliser Kurort Montana beauftragt wurde. Dort, auf einer sonnigen Hochebene in 1500 Meter Höhe, entstand in den darauf folgenden Jahren ein Gebäude, das (erst) 2002 zum Baudenkmal erklärt wurde, ein exemplarisches Zeugnis der Architektur der Moderne. Eine Ferienunterkunft nicht nur für Architektur- und Design-Interessierte, sondern für Jung und Alt, Familien, Erholungsuchende und Sportbegeisterte: Die Jugendherberge Bella Lui.
Als mich die Einladung zu einer Pressereise in eine Jugendherberge nach Crans-Montana erreichte, musste ich nicht lange zögern. Ich war noch nie im Schweizer Kanton Wallis. Die Aussicht, zwei Nächte in einer architektonischen Perle von 1930 verbringen zu dürfen und in restaurierten Original-Möbeln aus der Zeit des Neuen Bauens auf die Schweizer Alpen schauen zu können, freute mich so sehr, dass ich sofort zusagte. Urlaub in einer Schweizer Jugendherberge, die in einem ehemaligen Sanatorium untergebracht ist, gehörte bisher noch nicht zu meinen Empfehlungen auf AnneLiWest|Berlin.
Inzwischen bin ich zurück, die Reise war zwar kurz aber dafür reich an Eindrücken und schönen Erlebnissen. Unsere kleine Presse-Gruppe wohnte fantastisch, wurde bestens verköstigt, machte einen Yoga-Spaziergang mit Catherine Lude, sammelte Wildkräuter mit Pascale Haegler auf 1800 Metern im nahe gelegenen Colombire, stellte eigenes Pesto her und wurde im Eco-Museum mit der Geschichte des Schweizer Kantons Wallis vertraut gemacht. An einem der beiden Abende durften wir auf der großen Panorama-Terrasse des Bella Lui die Weiß- und Rotweine des Weinguts Cordonier & Lamon SA kosten und fanden es herrlich, leicht berauscht in den coolen Spaghetti-Lounge-Chairs abzuhängen.
Wobei wir beim Thema wären. Und bei Flora. Zu gerne hätte ich letztes Wochenende die Zeit zurück gedreht und auf den (von ihr entworfenen) stylischen Sesseln in der Lounge des Sanatoriums mit ihr über viele Dinge geplaudert und Fragen gestellt. Wie es ihr erging, als erste Frau in einer Männerdomäne zu arbeiten, über die Prinzipien des neuen Bauens, über das (schöne) Wohnen, über Möbeldesign, das Muttersein und die damit einhergehende Problematik, Privatleben und Arbeit unter einen Hut zu bringen. Flora muss eine Power-Frau gewesen sein. In der Jugendherberge lag ein Bildband vom gta-Verlag über sie aus. Mit vielen privaten Fotos und Abbildungen ihrer Bauwerke und Möbeldesigns.
Es heißt, Flora wäre im Bella Lui für das Interieur zuständig gewesen. Wer weiß, was sie mir im Gespräch verraten hätte – Vielleicht war sie auch am architektonischen Entwurf (klare horizontale Linienführung der Fassade, einfache Formensprache, erster Wohnbau mit geschweisstem Eisenskelett) des Gebäudes, den Zeichnungen und der Bauleitung beteiligt? Ihre Möbel, die sie 1928 bis 1930 für das Sanatorium entwarf, stehen nicht nur (frisch restauriert und als einige wenige Original) in der heutigen Jugendherberge, sondern auch im Museum für Gestaltung in Zürich.
Das Bella Lui zu entdecken, zu (er)leben und auf den Fluren, Zimmern und Aufenthaltsräumen die Geschichte des Hauses zu spüren, war für mich ein ganz besonderes Erlebnis. Architektur und Interieur, beides zeitlos, funktional, geradlinig, schnörkellos und doch wohnlich, lichtdurchflutet und bis ins Detail wohl durchdacht und hochwertig umgesetzt. Dunkelroter Linoleumboden, restaurierte Einbauschränke in der Lounge (gefüllt mit Brettspielen), Möbelklassiker der Schweizer Traditionsfirmen Horgenglarus und Embru (die bis heute hergestellt werden), einfache aber zweckmäßige Zimmereinrichtungen, hochwertige Gemeinschaftsbäder der Mehrbettzimmer und wo man hinschaut große Fenster, Terrassen, Balkone... &hellip
Ulf Geyersbach baut Möbel aus alten Berliner Holzdielen und gebrauchten Hölzern. Der Showroom von GEYERSBACH reccled furniture befindet sich in einem kuriosen Gebäude in Berlin Prenzlauer Berg. Es stammt aus DDR-Zeiten und beherbergte einst einen Intershop am heutigen Ostbahnhof: Die RaumErWeiterungsHalle, kurz REH genannt. Seit den 1950er Jahren gehörten die Ziehharmonika-Container aus Aluminium zum vertrauten Bild der Stadt- und Dorflandschaften Ostdeutschlands. Darin untergebracht waren Gaststätten, Speisesäle, Verkaufsstellen für HO oder Konsums, Kinderferienlager und vieles andere. Die REH galt als ein Symbol für mobile Architektur in Ostdeutschland. Ulf erklärte mir bei meinem Besuch bei GEYERSBACH, dass die REH (voll ausgezogen) eine Länge bis zu 16 Metern erreicht. Nicht nur Platz genug für viele schöne GEYERSBACH-Möbel, sondern auch für Autoren, Musiker und Künstler, die die REH als Bühne oder Veranstaltungsort nutzen können.
Bis zum 5. Juli 2018 ist Christian Hiemenz mit seinen Lichtobjekten bei Ulf Geyersbach zu Gast. »REH leuchtet« heißt die temporäre Ausstellung des Künstlers, der aus unbrauchbar gewordenen Alltagsdingen und anderen Fundstücken in seinem Schöneberger Atelier kunstvolle Leuchten baut. Für die Wand, die Decke oder als Skulptur. Der künstlerische Akt, erzählte mir Christian während meines Besuchs im REH, läge primär im Auswählen bzw. Erkennen des Potenzials eines Alltagsgegenstandes. Beim Spaziergang (z.B. über einen Schrottplatz) entstünden meist schon beim Entdecken und Finden Ideen für neue Kunstwerke.Jahrzehntelang war Christian Top-Manager. Heute greift er lieber zum Schweißbrenner, Lötkolben und Feinwerkzeug und beschäftigt sich voll und ganz mit dem Thema Licht. Mehr als das Naturwissenschaftlich-Nüchterne fasziniert ihn die Magie, die dem Licht innewohnt und den Betrachter in Stimmungen versetzen kann. So werden aus rostigem Eisen, verwittertem Holz, Beton, Kunststoff und manchmal sogar aus Spielzeug Leuchtobjekte, die es jeweils nur ein Mal gibt.
Christians Unikate beleuchten zur Zeit das REH und ergeben mit den GEYERSBACH-Möbeln eine gelungene gestalterische Einheit. Die Lichtobjekte wirken in den Raum hinein, haben keine feste Grenzen und strahlen mit Tischen, Hockern und Bänken um die Wette. Schön.
GEYERSBACH recycled furniture, REH, Kopenhagener Str. 19, 10437 Berlin und auf FacebookHiemenz Lichtobjekte, noch bis zum 05.07.2018 im REH und auf FacebookKontakt: hc.hiemenz@t-online.de
Finissage, REH leuchtet, am 05. Juli 2018 ab 19.30 Uhr&hellip
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